Heizkurve einstellen: Schritt für Schritt zur richtigen Kurve

Von Deine Solarwelt Aktualisiert am 22. September 2026 12 Min. Lesezeit
Heizkurve einstellen: Schritt für Schritt zur richtigen Kurve

Von allen Stellschrauben an einer Wärmepumpe ist die Heizkurve die mit dem größten Hebel — und die, an der am seltensten jemand dreht. Eine zu hoch eingestellte Kurve kostet über die Jahre mehr als jedes Zubehör einbringt. Und das Ärgerliche daran: Man merkt es nicht. Es ist warm, die Anlage läuft, nur die Stromrechnung ist höher als nötig.

Die wichtigsten Punkte

  • Die Heizkurve legt fest, welche Vorlauftemperatur bei welcher Außentemperatur gefahren wird.
  • Zwei Werte steuern sie: die Steigung (wie stark sie ansteigt) und der Fußpunkt (wo sie beginnt).
  • Fußbodenheizung braucht typisch eine Steigung um 0,4 bis 0,6, Heizkörper im Altbau eher 1,0 bis 1,4.
  • Richtig eingestellt wird im Winter, nicht im Oktober — und in kleinen Schritten über mehrere Tage.
  • Nachtabsenkung bringt bei Wärmepumpen meist nichts und kann sogar schaden.

Du planst erst noch eine Wärmepumpe? Hier siehst du unsere Wärmepumpen von Bosch und Viessmann im Überblick – oder du lässt dich kostenlos von unseren Fachberatern beraten.

Was die Heizkurve überhaupt macht

Eine Wärmepumpe muss wissen, wie heiß sie das Heizwasser machen soll. Je kälter es draußen ist, desto mehr Wärme verliert das Haus — also braucht es wärmeres Wasser in den Heizflächen. Genau diesen Zusammenhang beschreibt die Heizkurve: Sie ist die Rechenvorschrift, die aus der gemessenen Außentemperatur eine Soll-Vorlauftemperatur macht.

Das nennt sich witterungsgeführte Regelung und ist bei jeder modernen Wärmepumpe Standard. Der Außentemperaturfühler misst, die Regelung rechnet, der Verdichter stellt sich darauf ein. Ohne diese Automatik müsstest du jeden Morgen selbst nachregeln.

Und hier liegt der wirtschaftliche Kern: Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur verbessert die Arbeitszahl spürbar. Eine Wärmepumpe, die 35 °C liefern muss, arbeitet deutlich effizienter als eine, die 50 °C liefern muss — bei exakt derselben Raumtemperatur. Die Heizkurve ist der Regler, der darüber entscheidet.

Steigung und Fußpunkt: die zwei Werte, um die es geht

Fast jede Regelung arbeitet mit diesen beiden Größen, auch wenn die Hersteller sie unterschiedlich benennen:

  • Steigung (auch Neigung, Gradient, Kennlinie): Wie stark steigt die Vorlauftemperatur, wenn es draußen kälter wird?
  • Fußpunkt (auch Niveau, Parallelverschiebung, Offset): Verschiebt die gesamte Kurve nach oben oder unten, ohne ihre Steilheit zu ändern.

Die Faustregel, an der du dich orientieren kannst: Ist es nur bei Kälte zu kalt, stimmt die Steigung nicht. Ist es immer zu kalt oder immer zu warm, stimmt der Fußpunkt nicht. Das ist die wichtigste Unterscheidung beim Einstellen — wer am falschen der beiden Werte dreht, jagt das Problem im Kreis.

Was bedeutet Heizkurve 0,6 oder 1,2? Die Wertetabelle

Die Zahl allein sagt wenig — erst die Vorlauftemperatur, die dahintersteckt, macht sie greifbar. Die folgende Tabelle ist eine eigene Modellrechnung nach der gängigen linearen Näherung, bei einer Soll-Raumtemperatur von 20 °C:

Steigung bei +10 °C außen bei 0 °C außen bei −10 °C außen Typisch für
0,3 23 °C 26 °C 29 °C Neubau, sehr gut gedämmt, FBH
0,6 26 °C 32 °C 38 °C Neubau/Sanierung mit Fußbodenheizung
0,9 29 °C 38 °C 47 °C gemischtes System, teilsaniert
1,2 32 °C 44 °C 56 °C Altbau mit Heizkörpern
1,5 35 °C 50 °C 65 °C unsanierter Altbau, kleine Heizkörper

Eigene Modellrechnung nach der Formel Vorlauf = Raumsoll + Steigung × (Raumsoll − Außentemperatur), Raumsoll 20 °C. Reale Herstellerkurven sind leicht gekrümmt statt exakt linear, die Größenordnung stimmt aber. Maßgeblich ist immer die Regelung deines Geräts.

Was du an der Tabelle sofort siehst: Der Unterschied zwischen Steigung 0,6 und 1,2 sind bei −10 °C ganze 18 Grad Vorlauftemperatur. Genau darin liegt der Effizienzunterschied zwischen einer gut und einer schlecht eingestellten Anlage — und genau deshalb lohnt sich der Aufwand. Zum Betrieb bei strengem Frost, Bivalenzpunkt und Heizstab eingeschlossen, gibt es einen eigenen Ratgeber zur Wärmepumpe im Winter.

Welche Steigung passt zu deinem Haus?

Zwei durchgerechnete Beispiele, jeweils für eine Normaußentemperatur von −12 °C:

Beispiel 1 — Neubau mit Fußbodenheizung. Die Auslegungs-Vorlauftemperatur der Flächenheizung liegt bei 35 °C. Gesucht ist die Steigung, die genau dort landet:
35 = 20 + S × (20 − (−12)) → 35 = 20 + S × 32 → S = 15 ÷ 32 ≈ 0,47
In der Regelung stellst du also etwa 0,5 ein.

Beispiel 2 — Altbau mit Heizkörpern. Die Heizflächen brauchen am kältesten Tag 55 °C:
55 = 20 + S × 32 → S = 35 ÷ 32 ≈ 1,1

Beide Rechnungen zeigen dasselbe: Nicht das Baujahr entscheidet, sondern die Auslegungs-Vorlauftemperatur deiner Heizflächen. Ein sanierter Altbau mit großzügig dimensionierten Heizkörpern kann durchaus mit 0,8 auskommen. Welche Temperaturen dein System braucht und wie du das prüfst, steht im Ratgeber Vorlauftemperatur der Wärmepumpe.

Heizkurve einstellen: die Anleitung in acht Schritten

Wichtig vorweg: Das geht nicht an einem Nachmittag. Ein Gebäude reagiert träge — nach einer Änderung dauert es ein bis zwei Tage, bis sich das neue Gleichgewicht einstellt. Wer schneller nachregelt, regelt gegen sich selbst.

  1. Warte auf kaltes Wetter. Einstellen im Oktober bei 12 °C bringt nichts — bei diesen Temperaturen sieht jede Kurve gut aus. Der richtige Zeitpunkt ist eine kalte Woche.
  2. Öffne alle Thermostatventile vollständig. Solange einzelne Räume gedrosselt sind, misst du nicht die Kurve, sondern die Ventilstellung. Bei Fußbodenheizung: alle Stellantriebe auf.
  3. Notiere den Ausgangszustand. Steigung, Fußpunkt, Soll-Raumtemperatur. Damit kommst du zurück, wenn es schiefgeht.
  4. Senke die Steigung um 0,1 — nicht mehr.
  5. Warte ein bis zwei Tage und prüfe: Wird es überall noch warm genug?
  6. Wiederhole, bis es in einem Raum knapp wird.
  7. Gehe einen Schritt zurück. Der Wert, bei dem es gerade noch reicht, ist dein Optimum.
  8. Prüfe bei anderer Witterung nach. Ist es an milden Tagen zu warm und an kalten gerade richtig, ist die Steigung noch zu hoch und der Fußpunkt zu niedrig — beides zusammen korrigieren.

Der Raum, der immer zuletzt warm wird

Fast jedes Haus hat einen Raum, der die Kurve nach oben zwingt — Nordseite, Außenecke, zu kleiner Heizkörper. Dafür fährt dann das ganze Haus mit einer höheren Vorlauftemperatur, als es bräuchte.

Das ist der wirtschaftlichste Punkt der ganzen Anlage. Ein einziger größerer Heizkörper in diesem Raum erlaubt es, die Steigung im gesamten Haus zu senken — jeden Winter, über die gesamte Lebensdauer. Details dazu im Ratgeber Wärmepumpe und Heizkörper.

Der zweite Punkt mit derselben Wirkung ist der hydraulische Abgleich. Ohne ihn bekommen die nahe gelegenen Heizflächen zu viel Wasser und die entfernten zu wenig — mit demselben Ergebnis: Die Kurve muss hoch, damit auch der letzte Raum warm wird. Bei geförderten Anlagen ist der Abgleich ohnehin Pflicht.

Nachtabsenkung: warum sie bei Wärmepumpen meist schadet

Bei der alten Gasheizung war die Nachtabsenkung sinnvoll — der Kessel machte einfach kurz weniger. Bei der Wärmepumpe rechnet es sich anders, und zwar aus einem einzigen Grund:

Das Wiederaufheizen am Morgen verlangt genau die hohe Vorlauftemperatur, die man eigentlich vermeiden will. Das Gebäude ist ausgekühlt, die Regelung will schnell aufholen, die Wärmepumpe fährt hoch — und arbeitet in diesem Moment am ineffizientesten. Was nachts gespart wurde, wird morgens teurer zurückgeholt.

Besonders deutlich ist das bei Fußbodenheizung: Der Estrich braucht Stunden zum Aufheizen. Eine Absenkung, die bis 6 Uhr dauert, wirkt sich bis in den Vormittag aus. Hier ist die Nachtabsenkung praktisch immer ein Verlustgeschäft.

Was stattdessen funktioniert: Eine leichte Absenkung von ein bis zwei Grad bei Heizkörpersystemen in gut gedämmten Häusern kann sich rechnen. Eine Absenkung um fünf Grad bei Flächenheizung fast nie. Im Zweifel: durchlaufen lassen und die Kurve niedrig halten.

Takten: das Symptom, das dir die Kurve verrät

Takten bedeutet, dass der Verdichter häufig startet und wieder abschaltet, statt gleichmäßig durchzulaufen. Das ist der teuerste Betriebszustand — jeder Start kostet Effizienz, und die Verdichterstarts sind die Größe, an der die Lebensdauer hängt. Ausführlich dazu der Ratgeber zur Lebensdauer: Takten verkürzt die Lebensdauer.

Warum eine zu hohe Heizkurve Takten verursacht: Die Anlage liefert zu heißes Wasser, der Puffer oder Heizkreis ist schnell auf Temperatur, die Regelung schaltet ab. Kurz darauf ist die Wärme weg, der Verdichter startet erneut. Das Spiel wiederholt sich — und genau das lässt sich durch eine flachere Kurve oft schlagartig beheben.

Woran du Takten erkennst:

  • Der Verdichter läuft in kurzen Intervallen, statt über Stunden durchzulaufen
  • Die Betriebsstundenzähler zeigen viele Starts bei wenigen Laufstunden
  • Das Gerät ist hörbar in ständigem Wechsel zwischen An und Aus

Als grobe Orientierung gilt: Je länger die einzelnen Laufzeiten, desto besser. Viele Regelungen zeigen Starts und Laufstunden direkt an — das Verhältnis der beiden Zahlen ist aussagekräftiger als jede Momentaufnahme. Was das für die Haltbarkeit bedeutet, behandeln die Ratgeber Wärmepumpe JAZ und Wärmepumpe COP.

Was eine falsch eingestellte Kurve kostet

Eine Modellrechnung für ein Haus mit 15.000 kWh Heizwärmebedarf bei 30 ct/kWh Strompreis:

Einstellung realistische JAZ Strombedarf/Jahr Kosten/Jahr
Kurve sauber abgesenkt, Abgleich gemacht 4,5 ~3.333 kWh ~1.000 €
Standardeinstellung, nie angepasst 4,0 ~3.750 kWh ~1.125 €
Kurve zu hoch, kein Abgleich 3,3 ~4.545 kWh ~1.364 €

Zwischen bestem und schlechtestem Fall liegen rund 364 € im Jahr — über zwanzig Jahre mehr als 7.000 €. Dafür muss niemand etwas kaufen. Es ist reine Einstellarbeit, die ein Nachmittag Vorbereitung und zwei Wochen Geduld kostet.

Modellrechnung, keine Zusicherung. Die tatsächlichen Werte hängen von Gebäude, Hydraulik, Regelung und Nutzerverhalten ab. Wie viel Strom eine Wärmepumpe insgesamt zieht, rechnet der Ratgeber Wärmepumpe Stromverbrauch vor.

Die fünf häufigsten Fehler

  1. Im Herbst einstellen. Bei milden Temperaturen sieht jede Kurve richtig aus. Der Test kommt im Januar.
  2. Zu große Schritte. Wer die Steigung um 0,5 senkt, friert und dreht panisch zurück. 0,1 pro Schritt.
  3. Thermostate zugedreht lassen. Dann misst man die Ventile, nicht die Kurve.
  4. Am Fußpunkt drehen, wenn die Steigung das Problem ist. Oder umgekehrt. Die Faustregel oben hilft.
  5. Zu schnell nachregeln. Ein Gebäude braucht ein bis zwei Tage, um zu reagieren.

Wärmepumpen mit guter Regelung

Wie komfortabel sich die Kurve einstellen lässt, ist ein echtes Kaufkriterium — besonders, wenn du selbst optimieren willst.

Die Bosch Wärmepumpen der Serien 5800i und 6800i werden über ein Touch-Display an der Inneneinheit bedient, dazu kommt die Steuerung per HomeCom Easy App. Die Komplettpakete gibt es in 4, 5, 7, 10 und 12 kW — die 5800i ab 10.113,81 €, die 6800i ab 11.065,81 €, jeweils mit Außeneinheit, wandhängender Inneneinheit, Warmwasser- und Pufferspeicher.

Die Viessmann Vitocal 250-A Modular läuft auf Viessmann One Base mit 7-Zoll-Farbtouchdisplay, Energiecockpit und integrierter Energiebilanzierung — mit einer variablen Heizgrenze und getrennt einstellbaren Zeitprogrammen für Heiz- und Kühlkreis. Erhältlich in A08, A10 und A13 ab 13.983,39 €. Alle Preise inkl. 19 % MwSt., zzgl. Versand, ohne Montage.

Beide Systeme lassen sich ins Energiemanagement mit Photovoltaik einbinden — dann wird die Warmwasserbereitung automatisch in die Mittagsstunden gelegt. Wie das zusammenspielt, steht im Ratgeber Wärmepumpe mit Photovoltaik, die passenden Sets in der Kategorie PV-Komplettpakete. Den Gesamtüberblick geben die Kategorien Wärmepumpen und Heizsysteme.

Häufige Fragen

Was ist eine Heizkurve?

Die Rechenvorschrift, die aus der gemessenen Außentemperatur eine Soll-Vorlauftemperatur macht. Je kälter es draußen ist, desto wärmer muss das Heizwasser sein. Gesteuert wird sie über zwei Werte: die Steigung, die bestimmt wie stark sie ansteigt, und den Fußpunkt, der die ganze Kurve nach oben oder unten verschiebt.

Wie stelle ich die Heizkurve richtig ein?

Bei kaltem Wetter, mit voll geöffneten Thermostaten, in Schritten von 0,1 und mit ein bis zwei Tagen Wartezeit zwischen den Schritten. Senke die Steigung so weit, bis es in einem Raum knapp wird, und gehe dann einen Schritt zurück. Ist es an milden Tagen zu warm und an kalten gerade richtig, musst du zusätzlich den Fußpunkt anpassen.

Was bedeutet Heizkurve 1,2?

Bei einer Soll-Raumtemperatur von 20 °C liefert eine Steigung von 1,2 rechnerisch etwa 32 °C Vorlauf bei +10 °C außen, 44 °C bei 0 °C und 56 °C bei −10 °C. Das ist ein typischer Wert für einen Altbau mit Heizkörpern. Für Fußbodenheizung wäre er deutlich zu hoch. Zur Hochtemperatur-Wärmepumpe mit Vorlauf bis 75 °C im Altbau gibt es einen eigenen Ratgeber.

Welche Heizkurve bei Fußbodenheizung?

Typisch zwischen 0,3 und 0,6, je nach Dämmstandard. Rechne über die Auslegungstemperatur: Braucht deine Flächenheizung am kältesten Tag 35 °C bei einer Normaußentemperatur von −12 °C, ergibt sich eine Steigung von rund 0,5.

Was ist der Fußpunkt der Heizkurve?

Der Wert, der die gesamte Kurve parallel nach oben oder unten verschiebt, ohne ihre Steilheit zu verändern. Manche Hersteller nennen ihn Niveau, Offset oder Parallelverschiebung. Du korrigierst ihn, wenn es gleichmäßig zu warm oder zu kalt ist — unabhängig von der Außentemperatur.

Gibt es einen Rechner für die Heizkurve?

Für die Steigung brauchst du keinen eigenen Rechner. Stell die Formel unter der Wertetabelle nach der Steigung um: Steigung = (Vorlauf am kältesten Tag − Raumsoll) ÷ (Raumsoll − Normaußentemperatur). Braucht deine Heizung bei −12 °C außen 45 °C Vorlauf und willst du 20 °C im Raum, ergibt das 25 ÷ 32 ≈ 0,8. Das ist ein Startwert: Herstellerkurven sind leicht gekrümmt, den Feinschliff machst du wie in der Anleitung oben in Schritten von 0,1.

Lohnt sich Nachtabsenkung bei einer Wärmepumpe?

Meistens nicht. Das Wiederaufheizen am Morgen verlangt genau die hohe Vorlauftemperatur, die man vermeiden will — die Ersparnis der Nacht wird morgens teurer zurückgeholt. Bei Fußbodenheizung ist die Absenkung wegen der Trägheit des Estrichs fast immer ein Verlustgeschäft. Bei Heizkörpersystemen in gut gedämmten Häusern kann eine leichte Absenkung um ein bis zwei Grad sinnvoll sein.

Wie oft soll eine Wärmepumpe takten?

So selten wie möglich. Lange, gleichmäßige Laufzeiten sind effizienter und schonen den Verdichter, weil jeder Start Verschleiß bedeutet. Häufiges Takten ist fast immer ein Zeichen für eine zu hohe Heizkurve, eine überdimensionierte Anlage oder einen fehlenden hydraulischen Abgleich.

Wie lange läuft eine Wärmepumpe am Tag?

Das hängt von Außentemperatur und Heizlast ab. An kalten Tagen ist ein nahezu durchgehender Betrieb mit moduliertem Verdichter völlig normal und sogar erwünscht — er ist effizienter als viele kurze Starts. Aussagekräftig ist nicht die Laufzeit allein, sondern das Verhältnis von Betriebsstunden zu Verdichterstarts. Was hinter Modulation und Teillast steckt, erklärt der Ratgeber zum Aufbau einer Wärmepumpe.

Was bedeutet adaptive Heizkurve?

Eine Regelungsfunktion, bei der die Anlage die Kurve selbstständig anhand der tatsächlich erreichten Raumtemperatur nachjustiert — meist über einen Raumfühler. Das nimmt Arbeit ab, ersetzt aber weder den hydraulischen Abgleich noch eine sinnvolle Grundeinstellung.

Wie lange dauert es, bis das Haus nach einer Änderung reagiert?

Ein bis zwei Tage. Gebäude sind träge Systeme, Fußbodenheizungen besonders. Wer nach zwei Stunden nachregelt, misst noch den alten Zustand und dreht dadurch zu weit. Geduld ist beim Einstellen der wichtigste Faktor.

Die Wertetabelle und die Kostenrechnung sind eigene Modellrechnungen nach der gängigen linearen Näherung und keine Zusicherung. Reale Herstellerkennlinien sind leicht gekrümmt; maßgeblich sind immer die Regelung und die Dokumentation deines Geräts. Technische Angaben nach den Produktdaten der aktiven Geräte von Bosch und Viessmann, Stand September 2026, ohne Gewähr. Preise Stand Oktober 2026, Änderungen vorbehalten.

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