Ratgeber · Photovoltaik

Lohnt sich Photovoltaik 2026?

Von Deine Solarwelt Redaktion Aktualisiert am 6. July 2026 4 Min. Lesezeit
Lohnt sich Photovoltaik 2026?

„Rechnet sich das überhaupt noch?“ – diese Frage hören wir fast täglich. Kein Wunder: Die Einspeisevergütung ist niedrig, die Anschaffung kostet Geld, und im Netz kursieren Artikel mit Titeln wie „Photovoltaik lohnt sich nicht“. Die ehrliche Antwort ist differenzierter, aber im Kern klar: Für die allermeisten Haushalte lohnt sich eine Solaranlage 2026 – oft sogar mehr als früher. Entscheidend ist nur, dass du sie richtig auslegst. Schauen wir uns die aktuellen Zahlen an.

Warum sich PV heute wieder stärker lohnt

Zwei Entwicklungen haben die Rechnung verschoben. Erstens sind die Anschaffungskosten stark gefallen – über die letzten fünf Jahre um mehr als 40 %. Zweitens ist der Strompreis hoch geblieben: Bestandskunden zahlen 2026 im Schnitt rund 31 Cent pro Kilowattstunde, in der Grundversorgung sind es teils über 42 Cent (Neuverträge liegen mit rund 24 Cent günstiger). Beides zusammen bedeutet: Jede Kilowattstunde, die du selbst erzeugst und verbrauchst, spart richtig Geld. Die niedrige Einspeisevergütung von 7,78 Cent ist dabei zweitrangig, weil es längst nicht mehr ums Einspeisen geht, sondern um den Eigenverbrauch.

Die Rechnung: Eigenverbrauch ist der Hebel

Ohne Speicher nutzt ein typischer Haushalt 25 bis 35 % seines Solarstroms selbst, mit Speicher 60 bis 80 %. Und selbst genutzter Strom ist Gold wert: Er spart dir den Einkaufspreis von rund 30 Cent, während Einspeisung nur 7,78 Cent bringt – ein Faktor von rund vier. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit rund 4.500 kWh Verbrauch summiert sich die Ersparnis mit Anlage und Speicher schnell auf 800 bis 1.200 € im Jahr. Der Einstieg ist dabei günstiger als viele denken: Unsere PV-Komplettsets mit Speicher starten ab 4.799 € (0 % MwSt.).

Wann sich die Anlage amortisiert

Konfiguration Eigenverbrauch Amortisation
PV ohne Speicher 25–35 % ca. 11–14 Jahre
PV + Speicher 60–70 % ca. 9–12 Jahre
PV + Speicher + Wärmepumpe 70–80 % ca. 9–11 Jahre
PV + Speicher + WP + Wallbox 75–85 % ca. 8–11 Jahre

Nach der Amortisation – meist um Jahr 9 bis 12 – produziert die Anlage noch viele Jahre nahezu kostenlosen Strom. Über die gesamte Laufzeit von 20+ Jahren ergibt sich eine Rendite von grob 5 bis 8 % pro Jahr. Das schlägt die meisten klassischen Geldanlagen, und der Strom ist noch dazu unabhängig von Preissprüngen am Markt.

Steuerlich komplett entspannt

Zwei Regelungen machen die private Anlage steuerlich neutral: Seit 2023 gilt der Nullsteuersatz (0 % Mehrwertsteuer) auf Anlagen bis 30 kWp inklusive Speicher – der Preis, den du zahlst, ist der Endpreis. Und die Einnahmen aus einer Anlage bis 30 kWp sind einkommensteuerfrei. Du musst dich also weder mit Umsatz- noch mit Einkommensteuer herumschlagen.

Das Solarspitzengesetz nicht vergessen

Seit 2025 gilt für neue Anlagen das Solarspitzengesetz: Ohne intelligentes Messsystem wird die Einspeiseleistung auf 60 % der Modulleistung gedrosselt. Ohne Speicher verpufft dieser abgeregelte Strom. Ein Speicher fängt genau diese Spitzen auf und macht die Anlage voll nutzbar – ein weiterer Grund, warum sich die Kombination heute fast immer rechnet.

Wann sich PV weniger lohnt – ehrlich gesagt

Es gibt Fälle, in denen die Rechnung schwächer ausfällt: ein stark verschattetes Dach (Bäume, Nachbargebäude), eine reine Nordausrichtung oder ein sehr niedriger Stromverbrauch. Auch dann ist PV selten ein Verlustgeschäft, aber die Amortisation dauert länger. In solchen Fällen hilft eine ehrliche Auslegung – lieber eine kleinere, passende Anlage als eine überdimensionierte. Genau dafür ist unsere kostenlose Planung da.

Was du gegen die niedrige Einspeisevergütung tun kannst

Die Antwort ist immer dieselbe: Eigenverbrauch maximieren. Ein Speicher verschiebt den Sonnenstrom in den Abend, eine Wärmepumpe und eine Wallbox verbrauchen tagsüber den Überschuss. Je mehr du selbst nutzt, desto besser die Rendite – und desto unwichtiger wird, was das Netz für die Einspeisung zahlt.

Häufige Fragen

Lohnt sich Photovoltaik 2026 noch?

In den meisten Haushalten ja. Dank gesunkener Preise, hoher Strompreise (Bestandskunden ~31 ct) und steuerlicher Entlastung amortisiert sich eine Anlage mit Speicher meist in 9 bis 12 Jahren – bei 20+ Jahren Lebensdauer.

Lohnt sich PV auch ohne Speicher?

Ja, aber der Eigenverbrauch bleibt dann bei 25–35 %, und wegen des Solarspitzengesetzes wird ohne Speicher ein Teil der Einspeisung gedrosselt. Mit Speicher ist die Rendite deutlich besser.

Wie hoch ist die Rendite?

Über 20 Jahre grob 5 bis 8 % pro Jahr – abhängig von Verbrauch, Ausrichtung und Anlagengröße.

Stimmt es, dass sich PV nicht mehr lohnt?

Das gilt höchstens für Extremfälle (starke Verschattung, Nordung, Minimalverbrauch). Für ein normales Einfamilienhaus mit halbwegs guter Ausrichtung rechnet sich PV klar.

Willst du wissen, was sich für dein Dach rechnet? Sieh dir unsere PV-Komplettpakete mit Speicher an, ergänze bei Bedarf einen Stromspeicher oder eine Wärmepumpe – oder lass dich in unserer kostenlosen Beratung durchrechnen, wie deine Ersparnis konkret aussieht.

Stand 2026. Ersparnis, Amortisation und Rendite sind Richtwerte und hängen von Verbrauch, Strompreis, Standort und Ausrichtung ab. Strompreis- und Vergütungsangaben aktuell, aber ohne Gewähr. Keine Steuer- oder Anlageberatung.

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