Kaum eine Zahl wird so oft gegoogelt – und kaum eine so missverständlich wiedergegeben. „Was kostet eine Wärmepumpe?“ wird sehr unterschiedlich beantwortet, je nachdem, ob nur das Gerät gemeint ist, das komplette Paket oder die schlüsselfertige Anlage inklusive aller Handwerkerarbeiten – und ob die Förderung schon abgezogen ist. Wir sortieren das mit echten Datenblatt-Werten und zeigen dir, was am Ende wirklich auf deiner Rechnung steht.
Die realistische Spanne für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus liegt schlüsselfertig bei 25.000 bis 45.000 €. Das Gerät selbst macht davon nur 12.000 bis 22.000 € aus – der Rest ist Installation, Hydraulik und Anpassung der Heizung. Und: Nach Förderung bleibt oft weniger als die Hälfte übrig.
Die Kosten im Detail
| Posten | Kostenrahmen |
|---|---|
| Wärmepumpe (Gerät + Kompaktmodul/Speicher) | 12.000–22.000 € |
| Installation, Hydraulik, Inbetriebnahme | 8.000–18.000 € |
| Summe schlüsselfertig | 25.000–45.000 € |
| Betriebskosten (Strom) | ca. 1.800 €/Jahr |
Der größte Preistreiber ist die Wärmequelle: Luft-Wasser-Wärmepumpen sind deutlich günstiger als Erd- oder Grundwasser-Wärmepumpen, weil keine Bohrung nötig ist – für die allermeisten Einfamilienhäuser sind sie die erste Wahl.
Warum die Effizienz über die Betriebskosten entscheidet
Beim Gerät lohnt der Blick aufs Datenblatt, denn die Effizienz bestimmt die laufenden Kosten. Zwei Kennzahlen zählen: der COP (Momentanwirkungsgrad unter Normbedingungen) und der SCOP (Wirkungsgrad übers Jahr). Die Bosch-Compress-Serie, die wir führen, erreicht laut Hersteller einen COP von bis zu 4,8 (A7/W35) und einen SCOP von 4,57 bis 4,77 (bei 35 °C Vorlauf). Ein SCOP von 4,7 bedeutet: Aus einer Kilowattstunde Strom werden im Jahresschnitt 4,7 Kilowattstunden Wärme – der Rest kommt gratis aus der Außenluft.
Was du bei uns bezahlst
Wie bei unseren Solaranlagen trennen wir Hardware und Montage. Unser Bosch-Wärmepumpen-Komplettpaket (inklusive Kompaktmodul, Warmwasser- und Pufferspeicher, Made in Germany) startet bei 8.499 € – die Montage übernimmt ein Fachbetrieb vor Ort. Ein paar Beispiele (Stand 2026, 0 % MwSt.):
| Modell | Leistung | Paketpreis |
|---|---|---|
| Bosch Compress 5800i AW | 4 kW | 8.499 € |
| Bosch Compress 5800i AW | 7 kW | 9.590 € |
| Bosch Compress 6800i AW | 10 kW | 12.790 € |
Die Compress-Reihe gibt es in den Leistungsgrößen 4, 5, 7, 10 und 12 kW. Beide Serien arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan, GWP nur 3) und sind sehr leise – der 6800i AW kommt in 3 m Abstand auf nur etwa 28,5 dB(A). Der Unterschied der Baureihen: Der 5800i AW erreicht bis 60 °C Vorlauftemperatur (Metall-Design), der 6800i AW bis 75 °C (Glas-Design) und eignet sich damit auch für unsanierte Altbauten mit klassischen Heizkörpern.
Förderung: bis zu 70 % vom Staat
Der entscheidende Hebel bei den Kosten ist die Heizungsförderung über das KfW-Programm 458 (BEG). Sie ist ein Zuschuss – du musst das Geld nicht zurückzahlen:
- Grundförderung: 30 % für jeden, der eine förderfähige Wärmepumpe einbaut.
- Klimageschwindigkeitsbonus: +20 %, wenn du eine alte fossile Heizung (Öl, Gas, Kohle) ersetzt und selbst im Haus wohnst – in voller Höhe noch bis Ende 2028.
- Einkommensbonus: +30 % bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 €.
- Effizienzbonus: +5 % für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel – die Bosch-Geräte mit R290 erfüllen das automatisch.
Zusammen kappt die KfW die Förderung bei 70 % der förderfähigen Kosten (max. 30.000 € Bemessungsgrundlage) – also bis zu 21.000 € Zuschuss pro Wohneinheit. Damit sinkt der Eigenanteil bei einer schlüsselfertigen Anlage schnell auf 9.000 bis 15.000 €.
Rechenbeispiel: Was bleibt nach Förderung?
Angenommen, eine schlüsselfertige Anlage kostet 32.000 €. Förderfähig sind maximal 30.000 €. Bei 30 % Grundförderung plus 20 % Klimabonus (alte Gasheizung wird ersetzt, Selbstnutzer) plus 5 % Effizienzbonus (R290) sind das 55 %. 55 % von 30.000 € sind 16.500 € Zuschuss. Dein Eigenanteil sinkt damit auf rund 15.500 €. Mit Einkommensbonus greift die 70-%-Deckelung: bis zu 21.000 € Zuschuss, Eigenanteil rund 11.000 €.
Betriebskosten – und wie du sie drückst
Im Betrieb verbraucht eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus rund 4.500 bis 6.000 kWh Strom im Jahr, was bei aktuellen Strompreisen etwa 1.800 € kostet. Der große Hebel: eine eigene PV-Anlage. Läuft die Wärmepumpe mit selbst erzeugtem Solarstrom, sinken die Heizkosten drastisch – vor allem in der Übergangszeit und fürs Warmwasser. Zusätzlich gibt es über § 14a EnWG reduzierte Netzentgelte für die Wärmepumpe als steuerbaren Verbraucher.
Häufige Fragen
Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau?
Schlüsselfertig 25.000–45.000 € für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus. Nach Förderung bleibt oft ein Eigenanteil von 9.000–15.000 €.
Was kostet die Wärmepumpe bei euch?
Unser Bosch-Komplettpaket (Gerät, Kompaktmodul, Speicher) startet ab 8.499 €; dazu kommt die Montage durch einen Fachbetrieb. Die Planung ist inklusive.
Wie effizient sind die Bosch-Geräte?
Laut Datenblatt COP bis 4,8 und SCOP 4,57–4,77 (35 °C). Sie nutzen R290 und sind sehr leise (6800i AW ca. 28,5 dB(A) in 3 m Abstand).
Wie viel Förderung bekomme ich?
Über die KfW 458 bis zu 70 %, maximal 21.000 € pro Wohneinheit – als Zuschuss, den du nicht zurückzahlst.
Wie hoch sind die laufenden Kosten?
Rund 1.800 €/Jahr an Strom – mit eigener PV-Anlage deutlich weniger.
Sieh dir unsere Wärmepumpen an, etwa die leisen Bosch Compress-Modelle oder Viessmann Vitocal. Am effizientesten in Kombination mit einer PV-Anlage – oder als Wärmepumpe-plus-PV-Komplettset. Für die Auslegung: kostenlose Beratung.
Stand 2026. Technische Angaben nach Bosch-Datenblatt (Compress 5800i/6800i AW); Preise laut Produktseite. Marktpreise für schlüsselfertige Anlagen und Förderbeträge sind Richtwerte und hängen vom Einzelfall ab. Keine Steuer-, Rechts- oder Förderberatung.






