Eine Wärmepumpe braucht Strom. Eine PV-Anlage macht Strom. Was liegt näher, als beides zu verbinden? Genau diese Kombination ist einer der stärksten Hebel, um Heizkosten dauerhaft zu senken – und macht dich ein gutes Stück unabhängiger von Öl, Gas und steigenden Strompreisen. Wie das Zusammenspiel funktioniert, wie viel du sparst und worauf du achten solltest, liest du hier.
Du planst eine neue Wärmepumpe? Hier siehst du unsere Wärmepumpen von Bosch und Viessmann im Überblick – oder du lässt dich kostenlos von unseren Fachberatern beraten.
Warum Wärmepumpe und PV so gut zusammenpassen
Eine Wärmepumpe wandelt Umgebungswärme in Heizenergie um und braucht dafür nur einen Bruchteil an Strom – aus einer Kilowattstunde Strom werden je nach Effizienz drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Wie effizient, zeigt der SCOP (Jahreswirkungsgrad): Unsere Bosch-Compress-Geräte erreichen laut Datenblatt einen SCOP von 4,57 bis 4,77. Diesen Strom kannst du entweder teuer aus dem Netz kaufen (rund 30 ct/kWh) oder günstig selbst erzeugen. Eine PV-Anlage liefert genau diesen Strom – und weil die Einspeisevergütung mit 7,70 ct niedrig ist, lohnt es sich doppelt, den Solarstrom selbst in Wärme umzuwandeln, statt ihn einzuspeisen.
Wie viel kannst du sparen?
Eine Wärmepumpe verbraucht im Einfamilienhaus rund 4.500 bis 6.000 kWh Strom im Jahr – das sind bei Netzbezug etwa 1.800 €. Deckst du davon einen erheblichen Teil mit eigenem Solarstrom, sinken deine Heizkosten spürbar. In Kombination mit einem Speicher, der den Mittagsstrom in den Abend verschiebt, steigt dein Eigenverbrauch weiter. Ganz ohne Netzstrom geht es im Winter zwar nicht (dann scheint die Sonne wenig, die Wärmepumpe braucht viel), aber übers Jahr gerechnet ist die Ersparnis erheblich – gerade in der Übergangszeit und fürs Warmwasser im Sommer. Wie du gezielt Warmwasser mit Solarstrom bereitest, zeigt der Ratgeber Warmwasser mit PV.
Tipp
Du vergleichst gerade Geräte? In der Übersicht unserer Wärmepumpen findest du die Bosch- und Viessmann-Pakete, die wir führen. Bei Fragen beraten dich unsere Fachberater kostenlos – Beratung anfragen oder telefonisch unter 089 248813740.
Ein System, eine Steuerung
Am meisten holst du heraus, wenn Anlage, Speicher und Wärmepumpe zusammenspielen. Ein intelligentes Energiemanagement erkennt, wann Solarüberschuss da ist, und schaltet die Wärmepumpe gezielt dann ein – etwa um mittags den Warmwasserspeicher aufzuheizen (SG-Ready-Funktion). Wie sich Heizkurve und Warmwasserzeiten einstellen lassen, behandelt der eigene Ratgeber. Besonders rund läuft das im geschlossenen System eines Herstellers: Viessmann etwa kombiniert Vitovolt-Module, Vitocharge-Speicher und die Vitocal-Wärmepumpe unter einer App. Mehr dazu im Ratgeber Viessmann Wärmepumpe.
Noch ein Vorteil: § 14a EnWG
Wer Wärmepumpe (oder Wallbox) mit PV betreibt, profitiert zusätzlich von reduzierten Netzentgelten nach § 14a EnWG – je nach Modell und Netzbetreiber 110 bis 450 € Ersparnis pro Jahr. Ein kleiner, aber netter Bonus obendrauf.
Was kostet die Kombination bei uns?
Unsere Bosch-Wärmepumpen-Komplettpakete starten bei 8.499 €, eine PV-Anlage mit Speicher gibt es als Komplettset ab 4.799 €. Beim Kauf eines Komplettsets ist der Planungsservice kostenlos enthalten.
Wichtig zur Steuer: Der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG gilt nur für die Photovoltaikanlage samt Speicher und wesentlichen Komponenten – auf Wärmepumpen fallen die regulären 19 % Mehrwertsteuer an. Das Wärmepumpen-Paket ist also nicht steuerbefreit; dafür senkt die Förderung den Eigenanteil deutlich.
Einen Überblick über die reinen Wärmepumpe-Kosten gibt der passende Ratgeber. Und nicht vergessen: Die Wärmepumpe ist über die KfW 458 förderfähig. Der frühere 5-%-Effizienzbonus für natürliche Kältemittel ist allerdings zum 21.07.2026 entfallen – R290-Geräte wie die Bosch-Modelle punkten weiterhin über sehr niedrige Betriebskosten, nicht mehr über einen Förderaufschlag.
Häufige Fragen
Lohnt sich eine Wärmepumpe mit Photovoltaik?
Ja – die PV-Anlage liefert genau den Strom, den die Wärmepumpe braucht, und ersetzt teuren Netzstrom. Übers Jahr sinken die Heizkosten deutlich, und die niedrige Einspeisevergütung macht Eigenverbrauch besonders attraktiv.
Kann die PV-Anlage die Wärmepumpe im Winter versorgen?
Nur teilweise – im Winter ist der Solarertrag gering, der Wärmebedarf hoch. Übers ganze Jahr deckt die PV-Anlage aber einen erheblichen Teil des Wärmepumpenstroms, vor allem in der Übergangszeit und für Warmwasser.
Wie groß sollte die PV-Anlage sein?
Mit Wärmepumpe darf sie ruhig größer ausfallen – oft 10 bis 16 kWp plus Speicher, damit genug Strom für Haushalt und Heizung da ist. Beim Kauf eines Komplettsets ist die Auslegung inklusive.
Gilt der Nullsteuersatz auch für die Wärmepumpe?
Nein. Die 0 % Mehrwertsteuer nach § 12 Abs. 3 UStG gelten nur für Photovoltaikanlagen, Speicher und wesentliche Komponenten. Wärmepumpen unterliegen den regulären 19 % – dafür sind sie über die BEG/KfW 458 förderfähig.
Brauche ich ein spezielles Energiemanagement?
Empfehlenswert: Ein Energiemanagement (SG-Ready) schaltet die Wärmepumpe bevorzugt bei Solarüberschuss ein und maximiert so den Eigenverbrauch. In Systemen eines Herstellers ist das besonders komfortabel.
Interessiert an der Kombination? Sieh dir unsere Wärmepumpen, PV-Komplettpakete und Stromspeicher an. Fragen zu Produkt oder Kompatibilität? Unser Support hilft dir bei der Produktauswahl.
Passende Ratgeber: E-Auto mit Solarüberschuss laden
Unsicher, wie du beides zusammenbringst?
Wärmepumpe und PV-Anlage aufeinander abzustimmen ist die Stelle, an der die meisten Fragen aufkommen. Fordere dazu eine kostenlose Beratung an – unsere Fachberater gehen deine Situation gemeinsam mit dir durch und sagen dir ehrlich, was du brauchst und was nicht. Kostenlos und unverbindlich. Die Heizlastberechnung und der Förderantrag für die Wärmepumpe gehören anschließend in die Hand des ausführenden Fachbetriebs.
Stand 2026. SCOP nach Bosch-Datenblatt; Ersparnisse hängen von Gebäude, Verbrauch, Anlagengröße und Strompreis ab. Preise laut Produktseite. Angaben zu Steuer und Förderung nach derzeitigem Stand – keine Steuer- oder Förderberatung.



