Ratgeber · Photovoltaik

Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren

Von Deine Solarwelt Redaktion Aktualisiert am 6. July 2026 4 Min. Lesezeit
Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren

Eine Wärmepumpe braucht Strom. Eine PV-Anlage macht Strom. Was liegt näher, als beides zu verbinden? Genau diese Kombination ist einer der stärksten Hebel, um Heizkosten dauerhaft zu senken – und macht dich ein gutes Stück unabhängiger von Öl, Gas und steigenden Strompreisen. Wie das Zusammenspiel funktioniert, wie viel du sparst und worauf du achten solltest, liest du hier.

Warum Wärmepumpe und PV so gut zusammenpassen

Eine Wärmepumpe wandelt Umgebungswärme in Heizenergie um und braucht dafür nur einen Bruchteil an Strom – aus einer Kilowattstunde Strom werden je nach Effizienz drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Wie effizient, zeigt der SCOP (Jahreswirkungsgrad): Unsere Bosch-Compress-Geräte erreichen laut Datenblatt einen SCOP von 4,57 bis 4,77. Diesen Strom kannst du entweder teuer aus dem Netz kaufen (rund 30 ct/kWh) oder günstig selbst erzeugen. Eine PV-Anlage liefert genau diesen Strom – und weil die Einspeisevergütung mit 7,78 ct niedrig ist, lohnt es sich doppelt, den Solarstrom selbst in Wärme umzuwandeln, statt ihn einzuspeisen.

Wie viel kannst du sparen?

Eine Wärmepumpe verbraucht im Einfamilienhaus rund 4.500 bis 6.000 kWh Strom im Jahr – das sind bei Netzbezug etwa 1.800 €. Deckst du davon einen erheblichen Teil mit eigenem Solarstrom, sinken deine Heizkosten spürbar. In Kombination mit einem Speicher, der den Mittagsstrom in den Abend verschiebt, steigt dein Eigenverbrauch weiter. Ganz ohne Netzstrom geht es im Winter zwar nicht (dann scheint die Sonne wenig, die Wärmepumpe braucht viel), aber übers Jahr gerechnet ist die Ersparnis erheblich – gerade in der Übergangszeit und fürs Warmwasser im Sommer.

Ein System, eine Steuerung

Am meisten holst du heraus, wenn Anlage, Speicher und Wärmepumpe zusammenspielen. Ein intelligentes Energiemanagement erkennt, wann Solarüberschuss da ist, und schaltet die Wärmepumpe gezielt dann ein – etwa um mittags den Warmwasserspeicher aufzuheizen (SG-Ready-Funktion). Besonders rund läuft das im geschlossenen System eines Herstellers: Viessmann etwa kombiniert Vitovolt-Module, Vitocharge-Speicher und die Vitocal-Wärmepumpe unter einer App.

Noch ein Vorteil: § 14a EnWG

Wer Wärmepumpe (oder Wallbox) mit PV betreibt, profitiert zusätzlich von reduzierten Netzentgelten nach § 14a EnWG – je nach Modell und Netzbetreiber 110 bis 450 € Ersparnis pro Jahr. Ein kleiner, aber netter Bonus obendrauf.

Was kostet die Kombination bei uns?

Unsere Bosch-Wärmepumpen-Komplettpakete starten bei 8.499 €, eine PV-Anlage mit Speicher gibt es als Komplettset ab 4.799 € – beides mit 0 % MwSt. und kostenloser Planung. Wer beides zusammen plant, findet bei uns auch fertige Wärmepumpe-plus-PV-Komplettsets. Und nicht vergessen: Die Wärmepumpe ist über die KfW 458 mit bis zu 70 % förderfähig, die Bosch-Geräte mit R290 sichern den Effizienzbonus.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Wärmepumpe mit Photovoltaik?

Ja – die PV-Anlage liefert genau den Strom, den die Wärmepumpe braucht, und ersetzt teuren Netzstrom. Übers Jahr sinken die Heizkosten deutlich, und die niedrige Einspeisevergütung macht Eigenverbrauch besonders attraktiv.

Kann die PV-Anlage die Wärmepumpe im Winter versorgen?

Nur teilweise – im Winter ist der Solarertrag gering, der Wärmebedarf hoch. Übers ganze Jahr deckt die PV-Anlage aber einen erheblichen Teil des Wärmepumpenstroms, vor allem in der Übergangszeit und für Warmwasser.

Wie groß sollte die PV-Anlage sein?

Mit Wärmepumpe darf sie ruhig größer ausfallen – oft 10 bis 16 kWp plus Speicher, damit genug Strom für Haushalt und Heizung da ist. Die genaue Auslegung planen wir mit dir.

Brauche ich ein spezielles Energiemanagement?

Empfehlenswert: Ein Energiemanagement (SG-Ready) schaltet die Wärmepumpe bevorzugt bei Solarüberschuss ein und maximiert so den Eigenverbrauch. In Systemen eines Herstellers ist das besonders komfortabel.

Interessiert an der Kombination? Sieh dir unsere Wärmepumpen, PV-Komplettpakete und Stromspeicher an – oder direkt das Wärmepumpe-plus-PV-Set. Für die passende Auslegung: kostenlose Beratung.

Stand 2026. SCOP nach Bosch-Datenblatt; Ersparnisse hängen von Gebäude, Verbrauch, Anlagengröße und Strompreis ab. Preise laut Produktseite. Keine Steuer- oder Förderberatung.

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