Ratgeber · Förderung

Photovoltaik-Förderung 2026: KfW & Länder

Von Deine Solarwelt Redaktion Aktualisiert am 6. July 2026 3 Min. Lesezeit
Photovoltaik-Förderung 2026: KfW & Länder

Ein einzelnes „Photovoltaik-Förderprogramm“ gibt es in Deutschland nicht – stattdessen ein Zusammenspiel aus Steuervorteil, günstigem Kredit, garantierter Vergütung und regionalen Zuschüssen. Klingt kompliziert, ist aber überschaubar, wenn man die Ebenen kennt. Wir sortieren, was 2026 auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene für private Anlagen wirklich zu holen ist.

Bundesebene: drei feste Bausteine

  • 0 % Mehrwertsteuer: Auf PV-Anlagen bis 30 kWp inklusive Speicher fällt seit 2023 keine Umsatzsteuer an – unbefristet. Bei uns ist das bereits im Preis; der angezeigte Betrag ist dein Endpreis.
  • KfW-Kredit 270: zinsgünstige Vollfinanzierung für Anlage, Speicher und Wechselrichter, effektiver Jahreszins ab rund 3,3 % (Stand 2026). Antrag vor dem Kauf über die Hausbank.
  • Einspeisevergütung: für neue Anlagen bis 10 kWp aktuell 7,78 ct/kWh (Teileinspeisung), 20 Jahre garantiert.

Einen festen bundesweiten Zuschuss speziell für PV oder Speicher gibt es dagegen nicht mehr – die früheren KfW-Zuschussprogramme sind ausgelaufen.

Der oft übersehene Bonus: § 14a EnWG

Wer zusammen mit der PV-Anlage einen Speicher, eine Wärmepumpe oder eine Wallbox betreibt, kann reduzierte Netzentgelte nach § 14a EnWG bekommen – je nach Netzbetreiber 110 bis 450 € Ersparnis pro Jahr. Ein kleiner, aber dauerhafter Vorteil, den viele nicht auf dem Schirm haben.

Landesebene: sehr unterschiedlich

Die Landesförderung ist die uneinheitlichste Ebene – viele Bundesländer haben ihre Programme eingestellt. 2026 sind noch einzelne aktiv, zum Beispiel:

  • Berlin (IBB SolarPLUS): Zuschuss für Zählerschrank und Speicher.
  • Baden-Württemberg (L-Bank): zinsgünstiges Darlehen.
  • Hessen (WIBank): zinsverbilligtes Darlehen.

Weil sich das häufig ändert, lohnt vor dem Kauf ein Blick auf das aktuelle Angebot deines Bundeslandes.

Kommunale Zuschüsse

Gerade weil Landesprogramme wegfallen, sind kommunale Zuschüsse interessant geworden. Manche Städte zahlen Pauschalen oder Beträge pro kWp bzw. pro kWh Speicher (z. B. Stuttgart, Köln, Düsseldorf). Wichtig: fast überall gilt „Antrag vor Beauftragung“, und die Töpfe sind oft begrenzt. Ein kurzer Anruf bei Stadt oder Stadtwerken klärt, was bei dir möglich ist.

So holst du das Meiste heraus

Die Reihenfolge macht's: Erst prüfen, welche Landes- und Kommunalzuschüsse es gibt, und diese vor der Beauftragung beantragen. Dann – falls du finanzierst – den KfW-270-Antrag vor dem Kaufvertrag über die Hausbank stellen. Den Nullsteuersatz bekommst du automatisch. Und weil sich der Eigenverbrauch heute mehr lohnt als die Einspeisung, ist ein Speicher fast immer Teil der wirtschaftlich besten Lösung.

Häufige Fragen

Gibt es 2026 noch einen Zuschuss für Photovoltaik?

Bundesweit keinen festen Zuschuss mehr. Es gibt den Nullsteuersatz, den KfW-270-Kredit, die Einspeisevergütung sowie einzelne Landes- und Kommunalzuschüsse.

Wird der Speicher gefördert?

Über die 0 % MwSt. und den KfW-Kredit; teils über Länder-/Kommunalprogramme. Ein bundesweiter Speicher-Zuschuss existiert 2026 nicht.

Was ist § 14a EnWG?

Eine Regelung, die reduzierte Netzentgelte für steuerbare Verbraucher (Speicher, Wärmepumpe, Wallbox) bringt – 110 bis 450 € Ersparnis pro Jahr, je nach Netzbetreiber.

Muss ich Förderanträge vor dem Kauf stellen?

Ja, bei KfW-Kredit und den meisten Landes-/Kommunalprogrammen gilt: Antrag vor Beauftragung bzw. Kaufvertrag.

Mit oder ohne Förderung: Bei uns startet dein PV-Komplettpaket mit Speicher ab 4.799 € (0 % MwSt. inklusive). Passenden Speicher gibt es ab 1.690 €. Fragen zur Förderung? Unsere kostenlose Beratung hilft weiter.

Stand 2026. Förderprogramme ändern sich häufig – Landes- und Kommunalangebote vor dem Kauf prüfen. Keine verbindliche Förder-, Steuer- oder Rechtsberatung.

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