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Bosch Wärmepumpe: 5800i oder 6800i?

Von Deine Solarwelt Aktualisiert am 8. August 2026 15 Min. Lesezeit
Bosch Wärmepumpe: 5800i oder 6800i?

Eine Wärmepumpe ist die Heizung der Zukunft – und Bosch gehört zu den bekanntesten und erfahrensten deutschen Herstellern. Die Serie Compress AW gibt es in zwei Ausführungen: die 5800i AW für Neubau und gut sanierte Häuser und die 6800i AW für den Altbau mit höheren Vorlauftemperaturen. Beide arbeiten mit dem natürlichen, klimafreundlichen Kältemittel R290 (Propan). Diese Kaufberatung hilft dir, das richtige Modell, die passende Leistung und die sinnvolle Kombination mit deiner PV-Anlage zu wählen.

Das Wichtigste vorab

  • Zwei Serien: Compress 5800i AW (bis 60 °C, Neubau/Sanierung mit Fußbodenheizung) und 6800i AW (bis 75 °C, Altbau mit Heizkörpern).
  • Kältemittel: natürliches R290 (Propan) – zukunftssicher und klimafreundlich.
  • Effizienz: Energieeffizienzklasse A+++ (bei 35 °C), SCOP laut Herstellerdatenblatt 4,77 bei 35 °C Vorlauf und rund 3,64 bei 55 °C.
  • Leise: dank integriertem Schalldiffusor eine der leiseren Wärmepumpen ihrer Klasse.
  • Leistung: als Komplettpakete von 4 bis 12 kW, Made in Germany.
  • Aufpreis 6800i: je nach Leistungsgröße rund 700 bis 1.400 € gegenüber der 5800i – lohnt sich nur, wenn du die hohe Vorlauftemperatur wirklich brauchst.

Du planst eine neue Wärmepumpe? Hier siehst du unsere Wärmepumpen von Bosch und Viessmann im Überblick – oder du lässt dich kostenlos von unseren Fachberatern beraten.

Wie funktioniert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme – selbst bei Minusgraden – und hebt sie mit etwas Strom auf ein Temperaturniveau, das zum Heizen und für Warmwasser taugt. Der entscheidende Vorteil: Aus einer Kilowattstunde Strom werden je nach Bedingungen drei bis fünf Kilowattstunden Wärme. Die Bosch Compress ist ein Monoblock, d. h. der gesamte Kältekreis sitzt im Außengerät – das vereinfacht die Installation, weil im Haus kein Kältemittel verlegt werden muss. Was diese Bauart von der Split-Wärmepumpe unterscheidet, erklärt der Ratgeber Monoblock-Wärmepumpe.

5800i oder 6800i – welche passt zu deinem Haus?

Der wichtigste Unterschied ist die maximale Vorlauftemperatur – also wie heiß das Heizwasser wird:

  • Die Compress 5800i AW erreicht bis zu 60 °C. Das reicht für Neubauten und gut sanierte Bestandsgebäude mit Fußbodenheizung oder ausreichend großen Heizkörpern.
  • Die Compress 6800i AW schafft bis zu 75 °C. Damit eignet sie sich auch für den Altbau, in dem klassische Heizkörper weiterlaufen sollen, ohne dass du sie tauschen musst.

Warum das so wichtig ist: Je niedriger die nötige Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet jede Wärmepumpe. In einem sanierten Haus mit Fußbodenheizung ist die 5800i die wirtschaftlichere Wahl; in einem Altbau mit klassischen Heizkörpern spielt die 6800i ihre Stärke aus. Ob dein Haus ohne Sanierung wärmepumpentauglich ist, klärt der Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.

Der 55-Grad-Test: so findest du es an einem kalten Tag selbst heraus

Du musst nicht raten, welche Serie zu deinem Haus passt – du kannst es an deiner alten Heizung ablesen. Der Test funktioniert an einem richtig kalten Wintertag (etwa 0 °C oder darunter):

  1. Stelle die Vorlauftemperatur deiner bestehenden Gas- oder Ölheizung testweise auf 55 °C ein.
  2. Drehe alle Thermostatventile im Haus voll auf.
  3. Warte einen Tag und prüfe, ob alle Räume noch ihre Wunschtemperatur erreichen.

Wird es überall warm, kommst du mit der 5800i aus – und sparst nicht nur den Aufpreis, sondern heizt dauerhaft effizienter. Bleiben einzelne Räume kühl, hast du zwei Möglichkeiten: entweder die betroffenen Heizkörper vergrößern (oft die günstigere Lösung, wenn es nur ein oder zwei Räume sind) oder gleich zur 6800i greifen. Diesen Test macht ein Fachbetrieb im Rahmen der Heizlastberechnung ohnehin – aber du bekommst so vorab ein realistisches Gefühl für die Größenordnung.

Welche Leistung brauchst du?

Beide Serien gibt es bei uns als Komplettpakete Made in Germany in 4, 5, 7, 10 und 12 kW. Die passende Leistung hängt von Gebäudegröße, Dämmzustand und gewünschter Vorlauftemperatur ab. Grobe Orientierung:

Heizlast / Gebäude typische Leistung
kleines, gut gedämmtes Haus 4–5 kW
durchschnittliches EFH (Neubau/saniert) 7 kW
größeres oder älteres Haus 10–12 kW

Eine zu groß gewählte Wärmepumpe „taktet" häufiger (schaltet oft ein und aus) und verschleißt schneller; eine zu kleine schafft an kalten Tagen die Wunschtemperatur nicht. Alle Modelle findest du in der Kategorie Bosch Wärmepumpen; eine grobe Kostenübersicht liefert der Ratgeber Luft-Wasser-Wärmepumpe Kosten.

Faustformel für die grobe Vorauswahl

Die verbindliche Größe ergibt sich immer aus der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch den Fachbetrieb. Für eine erste Einordnung hilft dir aber dein bisheriger Brennstoffverbrauch. Wenn du weißt, wie viel Gas oder Öl du im Jahr verbraucht hast, rechnest du:

  • Gas: Jahresverbrauch in kWh ÷ 2.000 = ungefähre Heizlast in kW
  • Öl: Jahresverbrauch in Litern × 10 ÷ 2.000 = ungefähre Heizlast in kW

Ein Beispiel: 20.000 kWh Gas im Jahr ergeben rechnerisch rund 10 kW Heizlast – also das 10-kW-Paket. Verbrauchst du 2.000 Liter Öl, sind das umgerechnet ebenfalls etwa 20.000 kWh und damit dieselbe Größenordnung. Wichtig: Wenn du in den vergangenen Jahren gedämmt oder Fenster getauscht hast, liegt dein tatsächlicher Bedarf darunter – der alte Verbrauch überschätzt die Heizlast dann. Genau deshalb ist die Faustformel nur eine Vorauswahl und ersetzt die Berechnung nicht.

Was kostet eine Bosch Wärmepumpe? Aktuelle Preise im Vergleich

Bei uns bekommst du beide Serien als Komplettpaket – also nicht nur die Außeneinheit, sondern das abgestimmte System mit Kompaktmodul, Warmwasser- und Pufferspeicher. Das macht die Preise untereinander vergleichbar. Stand September 2026:

Leistung Compress 5800i AW
(bis 60 °C)
Compress 6800i AW
(bis 75 °C)
Aufpreis 6800i
4 kW 8.499 € 9.299 € +800 €
5 kW 8.990 € 9.699 € +709 €
7 kW 9.590 € 10.990 € +1.400 €
10 kW 11.390 € 12.790 € +1.400 €
12 kW 12.290 € 12.990 € +700 €

Preise Stand September 2026, Änderungen vorbehalten – die tagesaktuellen Preise findest du in der Kategorie Bosch Wärmepumpen.

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Der Aufpreis für die 6800i ist mit 700 bis 1.400 € überschaubar – gemessen an der Gesamtinvestition sind das rund 6 bis 13 Prozent. Zweitens: Er ist nicht gleichmäßig verteilt. Bei 7 und 10 kW zahlst du am meisten drauf, bei 12 kW am wenigsten. Wenn du ohnehin im Grenzbereich zwischen zwei Leistungsgrößen liegst, lohnt der Blick auf beide Zeilen.

Lohnt sich der Aufpreis zur 6800i?

Die ehrliche Antwort: nur, wenn du die hohe Vorlauftemperatur wirklich brauchst. Denn der Aufpreis ist die kleinere Rechnung – die größere ist der laufende Stromverbrauch. Eine Wärmepumpe, die dauerhaft 55 °C liefern muss, arbeitet spürbar ineffizienter als eine, die mit 35 °C auskommt. Beim Bosch-Datenblatt liegt der SCOP bei 35 °C bei etwa 4,77, bei 55 °C nur noch bei rund 3,64.

Was das in Euro bedeutet, zeigt ein Rechenbeispiel für ein Haus mit 15.000 kWh Heizwärmebedarf und 30 ct/kWh Strompreis:

Vorlauftemperatur SCOP (Prüfstand) Strombedarf/Jahr Stromkosten/Jahr
35 °C (Fußbodenheizung) 4,77 ~3.145 kWh ~943 €
55 °C (Heizkörper) 3,64 ~4.121 kWh ~1.236 €

Das sind rund 293 € Unterschied pro Jahr – über 20 Jahre knapp 5.900 €, also ein Vielfaches des Aufpreises. Die Zahlen sind Prüfstandswerte nach Norm; in der Praxis liegen die Werte je nach Hydraulik, Regelung und Nutzerverhalten darunter. Als relativer Vergleich zwischen niedriger und hoher Vorlauftemperatur ist die Rechnung aber belastbar.

Die Schlussfolgerung daraus: Die 6800i ist kein „besseres" Gerät, sondern das richtige Gerät für ein bestimmtes Haus. Wer sie kauft, obwohl das Haus mit 45 °C auskommt, zahlt zweimal – einmal beim Kauf und danach jedes Jahr. Wer sie braucht und stattdessen zur 5800i greift, bekommt an kalten Tagen die Räume nicht warm. Der 55-Grad-Test weiter oben trennt beide Fälle zuverlässig. Wie sich die Effizienz über das ganze Jahr rechnet, erklären die Ratgeber Wärmepumpe JAZ und Wärmepumpe COP.

Was im Paket enthalten ist – und was noch dazukommt

Die Preise oben sind Gerätepreise für das Komplettpaket. Für dein Budget solltest du zusätzlich einplanen:

  • Installation und Inbetriebnahme durch den Fachbetrieb – der größte Zusatzposten, stark abhängig von der Region und davon, wie aufwendig der Anschluss ans bestehende Heizsystem ist.
  • Fundament oder Wandkonsole für die Außeneinheit sowie Kernbohrungen für die Leitungsdurchführung.
  • Anpassungen am Heizsystem: hydraulischer Abgleich (bei Förderung ohnehin Pflicht), gegebenenfalls größere Heizkörper in einzelnen Räumen.
  • Elektroanschluss, je nach Leistungsgröße mit eigenem Zählerplatz oder separatem Zähler für den Wärmepumpentarif.

Umgekehrt gilt: Ein erheblicher Teil davon ist förderfähig. Was realistisch am Ende bleibt, ordnet der Ratgeber Wärmepumpe Kosten ein.

Welche dieser Arbeiten in Eigenleistung möglich sind, sortiert der Ratgeber zum Selbsteinbau nach Zuständigkeit – die drei Zonen beim Einbau.

Was macht die Bosch Compress besonders?

Natürliches Kältemittel R290. Propan hat ein sehr niedriges Treibhauspotenzial und ist zukunftssicher gegenüber kommenden Regularien für synthetische Kältemittel. Zudem ermöglicht R290 die hohen Vorlauftemperaturen der 6800i. Warum dieses Kältemittel sich durchgesetzt hat, erklärt der Ratgeber Propan-Wärmepumpe.

Hohe Effizienz. Mit Energieeffizienzklasse A+++ (bei 35 °C) und einem SCOP von 4,77 bei 35 °C Vorlauf laut Herstellerdatenblatt macht die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom ein Vielfaches an Wärme. Die entscheidende Praxis-Kennzahl ist die Jahresarbeitszahl (JAZ) – wie sie zustande kommt und was sie für deine Heizkosten bedeutet, erklärt der Ratgeber Wärmepumpe JAZ.

Sehr leise. Ein integrierter Schalldiffusor macht die Außeneinheit zu einer der leiseren ihrer Klasse – wichtig bei enger Bebauung und knappen Abständen zum Nachbarn.

Made in Germany. Bosch fertigt in Deutschland – ein Plus für Qualität, Ersatzteilversorgung und Support.

Wo darf die Außeneinheit stehen?

Die Aufstellung ist der Punkt, an dem in der Praxis die meisten Projekte ins Stocken geraten – und zwar nicht wegen der Technik, sondern wegen des Schallschutzes. Maßgeblich ist die TA Lärm: In allgemeinen Wohngebieten gelten nachts 35 dB(A) am nächstgelegenen fremden Fenster als Richtwert. Praktisch heißt das:

  • Möglichst nicht in Richtung Schlafzimmerfenster des Nachbarn ausrichten.
  • Ecken und Nischen meiden – zwei angrenzende Wände können den Schalldruck durch Reflexion deutlich erhöhen.
  • Genug Abstand für den Luftstrom einplanen; wird die abgekühlte Luft wieder angesaugt, sinkt die Effizienz spürbar.
  • Auf sicheren Kondensatablauf achten – im Winter fällt bei der Abtauung Wasser an, das nicht auf dem Gehweg gefrieren darf.
  • Beim Nachtabsenkbetrieb reduziert die Regelung die Drehzahl; das ist die einfachste Stellschraube, wenn es knapp wird.

Ein guter Fachbetrieb prüft diese Punkte vor Angebotserstellung. Falls du in enger Bebauung wohnst, lass dir die Schallberechnung für den geplanten Standort zeigen, bevor du unterschreibst – nachträglich umsetzen ist teuer. Mit Wandabstand und Fundament befasst sich der Ratgeber zum Außengerät.

Tipp

Du vergleichst gerade Geräte? In der Übersicht unserer Wärmepumpen findest du die Bosch- und Viessmann-Pakete, die wir führen. Bei Fragen beraten dich unsere Fachberater kostenlos – Beratung anfragen oder telefonisch unter 089 248813740.

Bosch oder Viessmann – wie ordnet sich die Compress ein?

Die zweite große deutsche Alternative in unserem Sortiment ist die Viessmann Vitocal 250-A. Beide sind Monoblock-Geräte mit R290, beide sind für die Modernisierung geeignet – die Unterschiede liegen im Detail:

Bosch Compress 6800i AW Viessmann Vitocal 250-A
max. Vorlauftemperatur bis 75 °C bis 70 °C (auch bei –10 °C)
Kältemittel R290 R290
Leistungsstufen bei uns 4 / 5 / 7 / 10 / 12 kW A08 / A10 / A13
Speicher Warmwasser- und Pufferspeicher im Paket 300-Liter-Speicher integriert
Einstiegspreis ab 9.299 € (4 kW) ab 11.750,75 € (A08)

Vereinfacht: Bosch bietet die feinere Leistungsabstufung und den günstigeren Einstieg, gerade im kleinen Leistungsbereich unter 7 kW. Viessmann punktet mit dem durchgängigen Ökosystem aus Wärmepumpe, Stromspeicher und Modulen sowie dem Testsieg bei Stiftung Warentest. Die Details zur Vitocal liest du im Ratgeber Viessmann Wärmepumpe. Wenn dein Haus dauerhaft über 70 °C braucht, wird es allerdings für beide eng – dann führt der Weg über eine Hochtemperatur-Wärmepumpe oder über die Sanierung einzelner Heizflächen.

Wärmepumpe + Photovoltaik: das ideale Duo

Eine Wärmepumpe läuft mit Strom – am günstigsten mit deinem eigenen Solarstrom. In Kombination mit PV-Anlage und Speicher sinken die Heizkosten deutlich, weil du einen großen Teil des Strombedarfs selbst deckst statt teuer zuzukaufen. Wie das Zusammenspiel funktioniert und wie du es optimierst, liest du im Ratgeber Wärmepumpe mit Photovoltaik. Passende Solaranlagen findest du in unseren PV-Komplettpaketen.

Realistisch einordnen sollte man dabei die saisonale Verschiebung: Die Wärmepumpe braucht im Winter am meisten Strom, die PV-Anlage liefert im Sommer am meisten. Ein typischer Deckungsgrad liegt deshalb bei etwa 20 bis 30 Prozent des Wärmepumpenstroms – nicht bei 100 Prozent. Das ist trotzdem viel Geld: Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch und 25 Prozent Eigendeckung ersetzt du rund 875 kWh Netzstrom durch Solarstrom. Bei einer Differenz von etwa 18 ct/kWh zwischen Netzbezug und Eigenverbrauch sind das über 150 € im Jahr – zusätzlich zu dem, was die Anlage ohnehin für den Haushaltsstrom leistet.

Die zweite Stellschraube ist der Stromtarif. Für Wärmepumpen mit eigenem Zähler gibt es vergünstigte Tarife, die im Gegenzug die Steuerbarkeit durch den Netzbetreiber voraussetzen. Seit dem 1. Januar 2024 heißt das nach § 14a EnWG nicht mehr Abschalten, sondern Dimmen: Bei einem Netzengpass darf der Bezug vorübergehend auf mindestens 4,2 kW begrenzt werden, bei Anlagen mit mehr als 11 kW Netzanschlussleistung auf 40 % davon; eine vollständige Abschaltung ist unzulässig. Was das praktisch bedeutet, erklären die Ratgeber Wärmepumpe Stromtarif und Wärmepumpe Sperrzeiten. Wie viel Strom eine Wärmepumpe überhaupt zieht, rechnet der Ratgeber Wärmepumpe Stromverbrauch vor.

Förderung nicht vergessen

Der Umstieg auf eine Wärmepumpe wird staatlich gefördert – je nach Situation ein erheblicher Zuschuss, der die Investition deutlich senkt. Den aktuellen Stand fasst der Ratgeber Wärmepumpe Förderung 2026 zusammen, den Ausblick auf das kommende Jahr der Ratgeber Wärmepumpe Förderung 2027. Bitte beachte: Das ist eine allgemeine Information und keine Rechts- oder Fördermittelberatung.

Wichtig für die Reihenfolge: Der Antrag muss gestellt und bewilligt sein, bevor du den Auftrag verbindlich vergibst – oder der Vertrag enthält eine aufschiebende Bedingung. Wer zuerst kauft und dann beantragt, verliert den Anspruch. Und noch ein Punkt, der oft übersehen wird: Der hydraulische Abgleich ist bei geförderten Anlagen Pflicht. Er kostet wenig, wird häufig vergessen – und ist gleichzeitig die Maßnahme, die die Effizienz im Alltag am spürbarsten verbessert, weil erst dadurch jeder Heizkörper die Wassermenge bekommt, die er braucht.

Was kostet eine Bosch Wärmepumpe im Betrieb?

Der Anschaffungspreis ist nur die eine Hälfte. Für die laufenden Kosten rechnest du: Heizwärmebedarf ÷ JAZ × Strompreis. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Wärmebedarf und einer realistischen JAZ von 3,5 bis 4,0 ergeben sich 3.750 bis 4.290 kWh Strom im Jahr – bei 30 ct/kWh also rund 1.125 bis 1.290 €. Mit vergünstigtem Wärmepumpentarif und PV-Eigenstrom liegt der Betrag darunter.

Dazu kommt die Wartung. Wärmepumpen sind wartungsärmer als Gas- oder Ölheizungen – es gibt keine Verbrennung, keinen Schornsteinfeger, keine Abgasmessung. Sinnvoll ist trotzdem eine jährliche oder zweijährliche Sichtprüfung: Verdampfer reinigen, Kondensatablauf kontrollieren, Anlagendruck und Regelungseinstellungen prüfen. Bei R290-Geräten unter der Füllmenge von 3 kg – dazu zählen die Compress-Modelle mit rund 0,95 kg – entfällt zudem die gesetzliche Dichtheitsprüfungspflicht.

Wo du die Bosch Compress kaufen kannst

Alle Leistungsgrößen beider Serien findest du in der Kategorie Bosch Wärmepumpen, das gesamte Sortiment in der Übersicht aller Wärmepumpen. Aus dem Raum München? Sieh dir die Systeme im Showroom in München an.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Bosch 5800i und 6800i?

Die 5800i AW erreicht bis 60 °C Vorlauftemperatur und passt zu Neubau und gut saniertem Bestand mit Fußbodenheizung. Die 6800i AW schafft bis 75 °C und eignet sich damit auch für Altbauten, in denen die vorhandenen Heizkörper weiterlaufen sollen. Technisch sind beide Monoblock-Geräte mit R290; der Unterschied liegt in der erreichbaren Vorlauftemperatur, nicht in der Grundqualität.

Was kostet eine Bosch Wärmepumpe?

Als Komplettpaket mit Kompaktmodul, Warmwasser- und Pufferspeicher liegen die 5800i-Modelle Stand September 2026 zwischen 8.499 € (4 kW) und 12.290 € (12 kW), die 6800i-Modelle zwischen 9.299 € und 12.990 €. Dazu kommen Installation, Fundament und Elektroanschluss. Ein erheblicher Teil davon ist förderfähig.

Lohnt sich der Aufpreis für die 6800i?

Nur, wenn dein Haus die höhere Vorlauftemperatur wirklich braucht. Der Aufpreis beträgt je nach Leistungsgröße 700 bis 1.400 €. Läuft dein Haus im Winter mit 55 °C Vorlauf noch warm, reicht die 5800i – und du heizt dauerhaft günstiger, weil eine niedrigere Vorlauftemperatur die Effizienz deutlich verbessert.

Welche Bosch Wärmepumpe brauche ich für 150 m²?

Die Quadratmeterzahl allein sagt wenig – entscheidend ist die Heizlast, also Dämmzustand und Baujahr. Als grobe Orientierung: ein saniertes Haus dieser Größe liegt oft bei 7 kW, ein unsanierter Altbau eher bei 10 bis 12 kW. Verlässlich ist nur die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch den Fachbetrieb; die Faustformel „Gasverbrauch ÷ 2.000" liefert vorab eine erste Einordnung.

Welches Kältemittel nutzt die Bosch Compress?

Das natürliche Kältemittel R290 (Propan) mit einem Treibhauspotenzial von 3 – klimafreundlich und zukunftssicher gegenüber kommenden Regularien für synthetische Kältemittel. Die Füllmenge liegt bei rund 0,95 kg und damit unter der Grenze, ab der eine regelmäßige Dichtheitsprüfung vorgeschrieben ist.

Ist die Bosch Wärmepumpe für den Altbau geeignet?

Ja – vor allem die 6800i AW mit bis zu 75 °C Vorlauftemperatur. Damit können vorhandene Heizkörper in den meisten Fällen bleiben. Sinnvoll ist trotzdem, vorab mit dem 55-Grad-Test zu prüfen, wie hoch der tatsächliche Bedarf ist: Je niedriger die nötige Vorlauftemperatur, desto günstiger der Betrieb.

Wie laut ist die Bosch Compress?

Dank Schalldiffusor gehört sie zu den leiseren Wärmepumpen ihrer Klasse. Die Schallleistung nach Datenblatt (ErP-Wert unter Normbedingungen) liegt je nach Größe bei 40 bis 45 dB(A); bei voller Leistung im Tagbetrieb erreicht sie maximal rund 51 bis 60 dB(A). Entscheidend ist aber weniger der Gerätewert als die Aufstellung: Richtung Nachbarfenster, Ecken und reflektierende Wände treiben den Pegel am Immissionsort nach oben.

Kann ich die Wärmepumpe mit meiner PV-Anlage kombinieren?

Ja, das senkt die Heizkosten deutlich. Realistisch deckst du damit etwa 20 bis 30 Prozent des Wärmepumpenstroms, weil der Wärmebedarf im Winter und der Solarertrag im Sommer am höchsten sind. Details im Ratgeber Wärmepumpe mit Photovoltaik.

Wie viel Wartung braucht eine Bosch Wärmepumpe?

Deutlich weniger als eine Gas- oder Ölheizung: kein Schornsteinfeger, keine Abgasmessung, keine Verbrennung. Empfehlenswert ist eine jährliche oder zweijährliche Sichtprüfung mit Reinigung des Verdampfers und Kontrolle von Kondensatablauf, Anlagendruck und Regelung.

Brauche ich einen separaten Stromzähler?

Nicht zwingend, aber oft wirtschaftlich. Mit eigenem Zählerplatz kannst du einen vergünstigten Wärmepumpentarif nutzen; im Gegenzug wird die Anlage steuerbar. Bei ab 2024 installierten Wärmepumpen darf der Netzbetreiber sie nach § 14a EnWG nicht abschalten, sondern ihren Bezug bei einem Engpass nur vorübergehend auf mindestens 4,2 kW dimmen (über 11 kW Netzanschlussleistung auf 40 % davon) – die Wärmepumpe läuft weiter. Was das im Alltag bedeutet, erklärt der Ratgeber Wärmepumpe Sperrzeiten.

Angaben Stand 2026 nach Herstellerdatenblättern, ohne Gewähr. Preise Stand September 2026, Änderungen vorbehalten. Angaben zu Förderungen ohne Gewähr und keine Rechts- oder Steuerberatung. Rechenbeispiele sind Modellrechnungen und keine Zusicherung; die tatsächlichen Werte hängen von Gebäude, Hydraulik, Regelung und Nutzerverhalten ab.

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