Wechselrichter anschließen: Wer darf was – und wie es abläuft

Von Deine Solarwelt Aktualisiert am 26. September 2026 14 Min. Lesezeit
Wechselrichter anschließen: Wer darf was – und wie es abläuft

Darf ich meinen Wechselrichter selbst anschließen? Die ehrliche Antwort hängt davon ab, auf welcher Seite des Geräts du stehst. Auf der Gleichstromseite kommt Strom vom Dach, auf der Wechselstromseite geht er ins Hausnetz – und genau dort zieht der Gesetzgeber eine klare Linie. Wer einen Wechselrichter anschließen will, sollte deshalb zuerst wissen, welche Anschlüsse das Gerät hat, was davon Vorbereitung ist und was ausschließlich in die Hand einer eingetragenen Elektrofachkraft gehört.

Dieser Ratgeber geht die Anschlüsse eines Hybrid-Wechselrichters der Reihe nach durch – PV-Eingänge, Batterie, Netz, Notstrom, Zähler und Kommunikation – und zeigt, wie der Weg bis zur Inbetriebnahme aussieht, wenn du eine PV-Anlage anschließen lässt. Grundlage sind die Installationsanleitungen von Sungrow (SH5.0RT bis SH10RT) und Fox ESS (H3 Smart), die Niederspannungsanschlussverordnung und die seit März 2026 geltende Fassung der VDE-AR-N 4105.

Das Wichtigste vorab

  • Anschluss ans Hausnetz nur durch eine eingetragene Elektrofachkraft – das regelt § 13 Abs. 2 NAV, und die Herstelleranleitungen verlangen ebenfalls qualifiziertes Personal.
  • Vorbereiten kannst du viel: Montageplatz, Kabelwege, Leerrohre, Stringplan, Unterlagen.
  • Eigener Leitungsschutzschalter je Wechselrichter, keine Verbraucher dazwischen; die Hersteller empfehlen je nach Leistung 20 bis 32 A.
  • Externer FI nur, wenn vorgeschrieben – dann empfehlen Sungrow und Fox ESS einen Auslösestrom von 300 mA.
  • Erst die Freigabe des Netzbetreibers, dann das Netz: Die Anlage wird vor der Errichtung gemeldet (§ 19 Abs. 3 NAV) und nach Inbetriebnahme binnen eines Monats im Marktstammdatenregister eingetragen.

Du planst eine komplette Anlage? Beim Kauf eines unserer PV-Komplettpakete ist die Planung inklusive – mit Kabelwegen und Stringplanung (so läuft die Planung ab). Fragen vorab? Dann kostenlos beraten lassen.

Darf man einen Wechselrichter selbst anschließen?

Nein, nicht ans Hausnetz. Nach § 13 Abs. 2 NAV dürfen Arbeiten an der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung – außer vom Netzbetreiber – nur von einem Installationsunternehmen ausgeführt werden, das im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Der Wechselrichter speist in genau diese Anlage ein. Damit ist der AC-Anschluss Sache der Fachkraft.

Die Hersteller sehen das genauso. In der Anleitung der Sungrow SH-RT-Serie heißt es, dass nur qualifiziertes Personal Kabel anschließen darf und der Wechselrichter erst nach Genehmigung durch den Netzbetreiber ans Netz geht. Fox ESS schreibt in der Anleitung der H3-Smart-Serie, dass elektrische Installation und Wartung von einem Elektriker nach den örtlichen Vorschriften durchgeführt werden sollen.

Das heißt nicht, dass du nichts tun kannst. Die Aufteilung sieht in der Praxis so aus:

Arbeit Wer Warum
Montageplatz auswählen, Wandbefestigung vorbereiten, Kabelwege und Leerrohre legen du Bauarbeiten ohne Verbindung zum Netz
Stringplan, Datenblätter und Unterlagen zusammenstellen du Grundlage für Anmeldung und Anschluss
DC-Leitungen vom Dach bis zum Wechselrichter verlegen du mit Einweisung / Fachkraft Steckermontage laut Hersteller nur durch Fachkraft oder unterwiesene Person
PV-Stecker, Batterie, AC-Anschluss, Schutzorgane im Zählerschrank nur Fachkraft § 13 NAV, Herstellervorgaben
Meldung an den Netzbetreiber, Inbetriebnahme, Parametrierung nur Fachkraft Netzbetreiber-Prozess, VDE-AR-N 4105
Registrierung im Marktstammdatenregister du (als Betreiber) § 5 MaStRV

Wie der Weg vom Dach bis zum Gerät aussieht, zeigt der Ratgeber Solarkabel verlegen. Die Aufteilung für die gesamte Baustelle beschreibt Photovoltaik selbst montieren.

Welche Anschlüsse hat ein Hybrid-Wechselrichter?

Ein Hybrid-Wechselrichter hat deutlich mehr Anschlüsse als ein reiner String-Wechselrichter, weil er neben den Modulen auch einen Speicher, den Zähler und oft einen Notstromkreis verwaltet. Bei den gängigen Geräten sitzen alle elektrischen Anschlüsse gebündelt an der Unterseite.

Am Beispiel der Sungrow SH-RT-Serie – so steht es in der Anschlussübersicht der Herstelleranleitung:

Anschluss Wofür
PV-Eingänge Plus- und Minusleitung der Strings, je nach Modell zwei oder drei Paare
Batterie Steckverbinder für die Batteriekabel
GRID Wechselstromanschluss ans Versorgungsnetz
BACK-UP Wechselstromanschluss, reserviert für Notlasten
COM Energiezähler, RS485, Batteriekommunikation (BMS/CAN), digitaler Eingang – in Deutschland für einen Rundsteuerempfänger – und digitaler Ausgang, etwa für eine SG-Ready-Wärmepumpe
LAN / WLAN Netzwerk, Router, Monitoring
Zusätzliche Erdungsklemme für eine zuverlässige Erdung

Bei Fox ESS heißt der Notstromausgang EPS, das Prinzip ist gleich. Welche Geräteart für dein Vorhaben passt – reiner String-Wechselrichter, Hybrid oder Insel – klärt der Ratgeber Welcher Wechselrichter?, die Funktionen im Detail Hybrid-Wechselrichter.

Wo wird der Wechselrichter montiert?

Der Wechselrichter gehört an eine tragfähige Wand in einem belüfteten, trockenen Bereich, der für Anschluss und Wartung gut zugänglich ist. Viele aktuelle Geräte dürfen auch außen hängen, wenn Schutzart und Herstellerangaben das zulassen. Für die Sungrow SH-RT-Serie nennt die Anleitung unter anderem:

  • Schutzart IP65 – Innen- und Außenmontage möglich, direkte Sonne, Regen und Schnee aber vermeiden.
  • Nicht in Wohnbereichen installieren, weil das Gerät im Betrieb Geräusche macht.
  • Keine brennbaren oder explosiven Materialien in der Umgebung, nicht für Kinder zugänglich.
  • Die Wand muss das Vierfache des Gerätegewichts tragen können; montiert wird senkrecht, nie liegend oder geneigt.
  • Genug Freiraum für die Wärmeabfuhr, Kühlkörper nicht abdecken.

Fox ESS nennt für die H3-Smart-Serie ebenfalls IP65 für den Außenbereich und schließt die Nähe zu brennbaren oder explosiven Stoffen aus.

Ein Punkt, der oft übersehen wird: Der Montageort entscheidet mit darüber, wie lang die Gleichstromleitung durchs Haus läuft. Hängt der Wechselrichter außen oder nahe an der Stelle, wo die Leitung vom Dach ankommt, bleibt die DC-Seite kurz. Führt die Leitung dagegen durchs Gebäude, verlangt die Anwendungsregel VDE-AR-E 2100-712 zusätzliche Brandschutzmaßnahmen – Details im Ratgeber Solarkabel verlegen.

Was wird vor dem Anschluss der PV-Seite geprüft?

Bevor die Strings am Wechselrichter eingesteckt werden, prüft die Fachkraft Polarität, Leerlaufspannung und Isolation. Die Anleitungen machen dazu klare Vorgaben, weil Fehler an dieser Stelle das Gerät beschädigen und die Garantie kosten können.

  • DC-Schalter aus: Sungrow verlangt, den DC-Schalter vor dem Einstecken auf „OFF" zu stellen. Er dient dazu, den Gleichstromkreis sicher zu trennen.
  • Leerlaufspannung: Bei den SH-RT-Geräten darf sie die Eingangsgrenze von 1.000 V zu keinem Zeitpunkt überschreiten. Weil die Modulspannung bei Kälte steigt, wird das mit dem Stringplan gegengerechnet – wie, steht im Ratgeber Wechselrichter dimensionieren.
  • Polarität: Plus und Minus werden erst eingesteckt, wenn die Polarität gemessen und korrekt ist. Sungrow nennt dafür ein Multimeter für mindestens 1.000 V DC.
  • Isolation: Der Widerstand zwischen Plus- bzw. Minusklemme des Strings und Erde muss laut Sungrow größer als 1 MΩ sein.
  • Stecker: Nur die mitgelieferten Steckverbinder oder solche mit gleicher Schutzart; nicht genutzte Eingänge werden mit Endkappen verschlossen. Ein nicht fest sitzender Stecker kann laut Anleitung zu Lichtbogen oder Überhitzung führen.

Zwei Punkte aus der Stringplanung stehen ebenfalls in der Sungrow-Anleitung: Module verschiedener Marken oder Modelle in einem String und Strings über unterschiedlich ausgerichtete Dachflächen beschädigen das Gerät nicht, kosten aber Leistung. Deshalb gehören unterschiedliche Dachflächen auf eigene MPP-Tracker – erklärt im Ratgeber MPP-Tracker.

Wie wird die AC-Seite angeschlossen?

Auf der Wechselstromseite braucht jeder Wechselrichter einen eigenen Leitungsschutzschalter zwischen Gerät und Netz, über den er sicher vom Netz getrennt werden kann. Zwischen Wechselrichter und Schutzschalter dürfen keine Verbraucher angeschlossen werden. Beides steht so in den Anleitungen von Sungrow und Fox ESS.

Die empfohlenen Werte aus den Herstellerunterlagen:

Gerät Empfohlener AC-Schutzschalter Quelle
Sungrow SH5.0RT / SH6.0RT 25 A Sungrow-Benutzerhandbuch SH-RT
Sungrow SH8.0RT / SH10RT 32 A Sungrow-Benutzerhandbuch SH-RT
Fox ESS H3 Smart (5 bis 15 kW) je nach Leistung 20 A, 25 A oder 32 A Fox-ESS-Anleitung H3 Smart

Sungrow weist zusätzlich darauf hin, dass mehrere Wechselrichter sich keinen Schutzschalter teilen dürfen und die Fachkraft anhand der tatsächlichen Bedingungen prüft, ob ein größerer Schutzschalter nötig ist. Leitungsquerschnitt und Verlegeart bestimmt sie nach Norm und Leitungslänge – die Herstellertabellen nennen je nach Modell 4 bis 10 mm².

Braucht der Wechselrichter einen FI-Schutzschalter?

Beide Hersteller haben eine Fehlerstromüberwachung im Gerät integriert, die den Wechselrichter bei einem Fehlerstrom vom Netz trennt. Ein zusätzlicher externer Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD) ist deshalb nur dann nötig, wenn örtliche Vorschriften ihn verlangen. Für diesen Fall empfiehlt Sungrow einen Auslösestrom von 300 mA; Fox ESS empfiehlt einen RCD vom Typ A mit 300 mA, sofern keine niedrigeren Werte vorgeschrieben sind. Fox ESS erklärt auch den Grund: PV-Module haben durch ihre Fläche einen natürlichen Ableitstrom gegen Erde, und ein 30-mA-RCD kann nach IEC 61008 bereits bei rund 15 mA auslösen – das führt zu Fehlauslösungen.

Ob ein externer RCD nötig ist und welcher Typ, entscheidet die Fachkraft nach den geltenden Normen und den Technischen Anschlussbedingungen deines Netzbetreibers. Die Herstellerangaben sind der Rahmen, nicht die Entscheidung.

Der Zählerschrank

Parallel zum Wechselrichter-Anschluss muss der Zählerplatz passen. Im April 2026 ist die komplett überarbeitete VDE-AR-N 4100 erschienen, die den Anschluss von Kundenanlagen ans Niederspannungsnetz regelt. Laut einer Übersicht der MEBEDO Akademie erlaubt sie unter anderem ein eigenes Feld für Kommunikationsmodule, Steuergeräte oder Energiemanagementsysteme oberhalb des anlagenseitigen Anschlussraums. Ob dein bestehender Zählerschrank für PV, Speicher und gegebenenfalls Smart Meter umgebaut werden muss, klärt die Fachkraft vor Ort – das ist einer der häufigsten Kostenpunkte, die im Angebot überraschen.

Tipp

Du bist unsicher, welcher Wechselrichter für dich infrage kommt? Unsere Fachberater beraten dich kostenlos zu den Geräten, die wir führen – Beratung anfragen oder telefonisch unter 089 248813740.

Wie werden Zähler und Kommunikation angeschlossen?

Damit ein Hybrid-Wechselrichter den Speicher sinnvoll steuern kann, muss er wissen, was im Haus gerade verbraucht und ins Netz eingespeist wird. Das liefert ein eigener Energiezähler, der am Netzanschlusspunkt sitzt und per Datenleitung mit dem Wechselrichter verbunden wird.

  • Fox ESS schreibt vor, den mitgelieferten Zähler zu verwenden; andere Zähler desselben Modells seien möglicherweise nicht geeignet. Der Zähler wird über RS485 mit einem verdrillten Leitungspaar angeschlossen, die Einbaurichtung muss stimmen.
  • Sungrow führt den Smart Energy Meter am COM-Anschluss. Dort sitzen auch die Batteriekommunikation und – für Deutschland – der Eingang für einen Rundsteuerempfänger des Netzbetreibers.
  • Für das Monitoring kommen LAN oder WLAN dazu. Sungrow empfiehlt für Netzwerk- und Kommunikationsleitungen geschirmte Kabel für den Außenbereich.

Der Energiezähler des Wechselrichters ist nicht dasselbe wie der Zähler des Messstellenbetreibers. Wann ein intelligentes Messsystem Pflicht wird, steht im Ratgeber Smart-Meter-Pflicht. Wer die Einspeisung ganz unterdrücken will, findet die Vor- und Nachteile unter Nulleinspeisung.

Was ist beim Notstrom-Anschluss zu beachten?

Der Notstrom- oder Backup-Ausgang versorgt ausgewählte Stromkreise, wenn das Netz ausfällt. Er ist kein Ersatz für den Netzanschluss des ganzen Hauses. Sungrow nennt eine typische Umschaltzeit von weniger als 20 ms und rät, dort keine Lasten anzuschließen, die auf eine stabile Versorgung angewiesen sind, deren Summe die Backup-Leistung übersteigt oder die hohe Anlaufströme ziehen – als Beispiele nennt der Hersteller Klimageräte ohne Frequenzumrichter, Staubsauger, Haartrockner und Bohrhämmer.

Fox ESS formuliert es für den EPS-Ausgang ähnlich: Wer induktive Lasten anschließt, muss sicherstellen, dass deren Anlaufleistung unter der maximalen EPS-Leistung liegt. Praktisch heißt das: Mit der Fachkraft festlegen, welche Kreise wirklich weiterlaufen sollen – Kühlschrank, Licht, Heizungssteuerung, Router – und genau diese auf den Backup-Ausgang legen. Wie Not- und Ersatzstrom sich unterscheiden, erklärt der Ratgeber Notstrom mit Photovoltaik.

Wie läuft die Anmeldung bis zur Inbetriebnahme?

Die Anlage wird dem Netzbetreiber gemeldet, bevor sie errichtet wird, und erst nach seiner Freigabe ans Netz genommen. Nach der Inbetriebnahme registrierst du sie als Betreiber im Marktstammdatenregister. Die Rechtsgrundlagen sind knapp und eindeutig:

  1. Meldung vor der Errichtung: Nach § 19 Abs. 3 NAV muss der Anschlussnehmer dem Netzbetreiber vor der Errichtung einer Eigenanlage Mitteilung machen; der Anschluss ist mit dem Netzbetreiber abzustimmen. Seit 1. Januar 2024 müssen Netzbetreiber diese Mitteilungen auch über ihre Internetseite ermöglichen (§ 19 Abs. 4 NAV). In der Praxis reicht die Elektrofachkraft die Unterlagen ein.
  2. Technische Regeln: Für Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz gilt seit 1. März 2026 die überarbeitete VDE-AR-N 4105:2026-03. Laut MEBEDO wurden unter anderem die Formulare für den Anschlussprozess überarbeitet und der Datenumfang reduziert, und Q(U) ist das Standardverfahren für die Blindleistung im Auslieferungszustand. Die Geräte weisen die Anforderungen über Einheitenzertifikate der Hersteller nach.
  3. Inbetriebnahme: Die Fachkraft schließt an, stellt das Länderprofil und die vom Netzbetreiber geforderten Parameter ein und prüft die Anlage. Die Ländereinstellung darf laut Sungrow nur qualifiziertes Personal vornehmen.
  4. Marktstammdatenregister: Nach § 5 Abs. 5 MaStRV ist die Anlage innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme zu registrieren. Das machst du selbst.

Welche Unterlagen du dafür brauchst und wie die Registrierung abläuft, steht Schritt für Schritt im Ratgeber PV-Anlage anmelden.

Kann man einen Wechselrichter an die Steckdose anschließen?

Nur bei Steckersolargeräten, also Balkonkraftwerken. Für sie sieht die neue VDE-AR-N 4105 vereinfachte technische Mindestanforderungen bis 800 VA vor. Ein Wechselrichter einer Dachanlage – ob String- oder Hybridgerät – wird dagegen fest an einen eigenen, abgesicherten Stromkreis angeschlossen – bei den hier beschriebenen Sungrow- und Fox-ESS-Geräten dreiphasig. Was bei Steckersolargeräten erlaubt ist, erklärt der Ratgeber Balkonkraftwerk: was ist erlaubt?.

Was kannst du vor dem Termin mit der Fachkraft vorbereiten?

Je besser vorbereitet, desto kürzer der Termin – und desto weniger Überraschungen im Angebot. Diese Punkte kannst du vorab erledigen:

  1. Montageplatz festlegen: tragfähige Wand, trocken, belüftet, nicht im Wohnbereich, nah am Eintrittspunkt der DC-Leitung und nicht zu weit vom Zählerschrank.
  2. Kabelwege vorbereiten: Leerrohre vom Dach zum Wechselrichter und vom Wechselrichter zum Zählerschrank, großzügig dimensioniert.
  3. Zählerschrank fotografieren: offen und geschlossen. Die Fachkraft kann daraus schon vorab abschätzen, ob ein Umbau nötig ist.
  4. Datenblätter sammeln: Module, Wechselrichter, Speicher, Zähler – samt Einheitenzertifikaten.
  5. Stringplan und Leerlaufspannung: Anzahl Module je String, Dachflächen, MPP-Tracker-Zuordnung.
  6. Notstromkreise auswählen: welche Verbraucher bei Netzausfall weiterlaufen sollen.
  7. Internet am Montageort prüfen: WLAN-Empfang oder LAN-Kabel für das Monitoring.

Wer baut das ein?

Wir sind ein Online-Fachhandel: Wir liefern die Hardware, montieren aber nicht selbst.

Montageplatz, Leerrohre und Unterlagen kannst du selbst vorbereiten – der Anschluss des Wechselrichters ans Hausnetz, die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Inbetriebnahme gehören in jedem Fall in die Hand einer eingetragenen Elektrofachkraft. Wenn du dein Projekt lieber ganz abgeben möchtest: Melde dich, wir helfen dir gerne dabei, einen passenden Betrieb in deiner Region zu finden.

Das ist Hilfe beim Finden – keine Vermittlungsgarantie, keine Planungsleistung und keine Zusage zu Preisen oder Terminen.

Welche Wechselrichter gibt es bei uns?

Alle hier genannten Anschlussdaten stammen aus den Anleitungen von Geräten, die wir führen. In der Kategorie Wechselrichter findest du unter anderem den Sungrow Hybrid SH5.0RT ab 790 €, den SH8.0RT ab 1.267 € und den SH10RT ab 1.327 €. Bei Fox ESS beginnt die H3-Smart-Serie mit dem H3 6.0 ab 1.593 €, dazu kommen die H3-Pro-Modelle bis 29,9 kW. Von RCT Power gibt es den Storage DC 6.0 ab 1.750 €. Preise Stand 09/2026, Änderungen vorbehalten.

Wer Module und Wechselrichter aufeinander abgestimmt kaufen möchte, schaut in die PV-Komplettpakete – Sets ohne Speicher beginnen bei 1.879 €, mit Speicher etwa bei den 10-kWp-Komplettsets. Beim Kauf eines Komplettpakets erstellt unser Planungsteam einen Belegungsplan mit Kabelwegen und Stringplanung ohne Aufpreis – mehr dazu auf der Seite Projektierung. Fragen zur Geräteauswahl? Schreib uns.

Häufige Fragen

Darf ich meinen Wechselrichter selbst anschließen?

Nicht ans Hausnetz. Arbeiten hinter der Hausanschlusssicherung darf nach § 13 Abs. 2 NAV nur ein im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Unternehmen ausführen. Vorbereiten kannst du Montageplatz, Leerrohre, Kabelwege und Unterlagen.

Wer darf eine PV-Anlage anschließen?

Eine Elektrofachkraft, die im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Sie meldet die Anlage beim Netzbetreiber, schließt sie an, parametriert den Wechselrichter und nimmt sie in Betrieb.

Welchen Leitungsschutzschalter braucht ein Wechselrichter?

Einen eigenen je Gerät. Sungrow empfiehlt für SH5.0RT und SH6.0RT 25 A, für SH8.0RT und SH10RT 32 A; Fox ESS nennt für die H3-Smart-Serie je nach Leistung 20, 25 oder 32 A. Die endgültige Auslegung macht die Fachkraft.

Braucht ein Wechselrichter einen FI-Schalter?

Sungrow und Fox ESS haben eine Fehlerstromüberwachung im Gerät integriert. Ein externer RCD ist nur nötig, wenn Vorschriften ihn verlangen; dann empfehlen beide Hersteller 300 mA, Fox ESS ausdrücklich Typ A.

Muss ich die PV-Anlage vor dem Anschluss anmelden?

Ja. Nach § 19 Abs. 3 NAV ist die Anlage dem Netzbetreiber vor der Errichtung mitzuteilen, und der Wechselrichter geht laut Hersteller erst nach dessen Genehmigung ans Netz. Nach der Inbetriebnahme folgt binnen eines Monats die Registrierung im Marktstammdatenregister.

Kann ich einen Wechselrichter an die Steckdose anschließen?

Nur bei einem Steckersolargerät (Balkonkraftwerk). Wechselrichter von Dachanlagen werden fest an einen eigenen, abgesicherten Stromkreis angeschlossen.

Wie schließe ich einen Hybrid-Wechselrichter an?

Ein Hybrid-Wechselrichter hat PV-Eingänge, einen Batterieanschluss, einen Netzanschluss, meist einen Notstromausgang sowie Anschlüsse für Energiezähler und Kommunikation. Die Fachkraft verbindet diese in der vom Hersteller vorgegebenen Reihenfolge, prüft vorher Polarität, Leerlaufspannung und Isolation der Strings und nimmt das System nach der Freigabe des Netzbetreibers in Betrieb.

Was kostet der Anschluss eines Wechselrichters?

Dafür gibt es keinen Pauschalpreis. Den größten Unterschied machen der Zustand des Zählerschranks, die Leitungslänge zwischen Wechselrichter und Zählerschrank und ob ein Notstromkreis eingerichtet wird. Hol dir zwei bis drei Angebote, in denen diese Posten getrennt ausgewiesen sind.

Stand September 2026. Technische Angaben nach dem Benutzerhandbuch Sungrow SH5.0RT/SH6.0RT/SH8.0RT/SH10RT und der Bedienungsanleitung Fox ESS H3/AC3 Smart; maßgeblich ist immer die Anleitung des konkret verbauten Geräts in der gültigen Version. Rechtsstand: NAV in der Fassung vom 18.12.2025, MaStRV in der Fassung vom 11.12.2024, VDE-AR-N 4105:2026-03 und VDE-AR-N 4100:2026-04. Keine Rechtsberatung und keine Elektroplanung im Einzelfall – Auslegung und Anschluss erfolgen durch die eingetragene Elektrofachkraft nach den Technischen Anschlussbedingungen deines Netzbetreibers. Preise Stand 09/2026, Änderungen vorbehalten.

Teilen: f WA ✉