Die Module sind auf dem Dach, der Wechselrichter surrt – aber bevor dein selbst erzeugter Strom offiziell zählt, sind noch zwei Anmeldungen fällig. Keine Sorge: Das klingt bürokratischer, als es ist. Wer weiß, wo was hingehört, hat den Papierkram in überschaubarer Zeit erledigt. Wir führen dich Schritt für Schritt durch die Anmeldung deiner PV-Anlage – und sagen dir, was du selbst machst und was der Elektriker übernimmt.
Zwei Stellen wollen Bescheid wissen
Jede netzgekoppelte PV-Anlage muss an zwei Stellen gemeldet werden: beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Der Netzbetreiber ist zuständig für den Anschluss ans Stromnetz, das Marktstammdatenregister ist das zentrale amtliche Verzeichnis aller Stromerzeuger. Beides ist Pflicht – aber kostenlos.
Schritt 1: Anmeldung beim Netzbetreiber
Noch vor der Inbetriebnahme meldet in der Regel dein Elektrofachbetrieb die Anlage beim zuständigen Netzbetreiber an. Er reicht die technischen Daten der Komponenten ein; der Netzbetreiber prüft und gibt den Anschluss frei. Dieser Schritt gehört in Fachhände – dein Elektriker übernimmt ihn üblicherweise mit. Genau deshalb liefern wir bei jedem Komplettpaket die nötigen Unterlagen (Belegungsplan, Datenblätter) gleich mit, damit der Betrieb sofort loslegen kann.
Schritt 2: Marktstammdatenregister (MaStR)
Nach der Inbetriebnahme trägst du die Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ein – online, kostenlos und innerhalb eines Monats. Das kannst du selbst erledigen: Anlage, Standort, Leistung und Speicher eingeben, fertig. Ohne diese Registrierung gibt es keine Einspeisevergütung, deshalb solltest du sie nicht vergessen. Auch der Speicher wird hier separat erfasst.
Was du bereithalten solltest
Für beide Anmeldungen brauchst du im Wesentlichen dieselben Angaben. Eine kurze Checkliste:
- Modul- und Wechselrichterleistung (in kWp bzw. kW)
- Speicherkapazität (falls vorhanden)
- Inbetriebnahmedatum
- Zählernummer und Zählpunktbezeichnung
- Standortdaten (Adresse, Flurstück bei Freiflächen)
All das steht in den Datenblättern und Unterlagen, die du beim Kauf bekommst.
Der richtige Zähler – und das Solarspitzengesetz
Für die Einspeisung brauchst du einen Zweirichtungszähler, der getrennt misst, wie viel Strom du beziehst und wie viel du einspeist. Den baut in der Regel der Netzbetreiber ein. Wichtig 2026: Im Zuge des Solarspitzengesetzes wird für neue Anlagen zunehmend ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) relevant – ohne dieses wird die Einspeiseleistung auf 60 % der Modulleistung gedrosselt. Ein Grund mehr, gleich einen Speicher mitzudenken, der die abgeregelten Spitzen auffängt.
So läuft es zeitlich ab
In der Praxis meldet der Elektriker die Anlage vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber an, setzt sie in Betrieb, und du trägst sie anschließend im Marktstammdatenregister ein. Von der Anmeldung bis zur Freigabe vergehen je nach Netzbetreiber meist wenige Wochen. Der Zählertausch auf einen Zweirichtungszähler erfolgt ebenfalls über den Netzbetreiber.
Was passiert, wenn man es versäumt?
Fehlt der Eintrag im Marktstammdatenregister, bekommst du keine Einspeisevergütung – und formal drohen Bußgelder. Die Netzbetreiber-Anmeldung ist ohnehin Voraussetzung für den legalen Anschluss. Beides ist also kein „Kann“, sondern ein „Muss“ – aber eben schnell erledigt.
Häufige Fragen
Wo muss ich meine PV-Anlage anmelden?
An zwei Stellen: beim Netzbetreiber (vor Inbetriebnahme, meist über den Elektriker) und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (nach Inbetriebnahme, innerhalb eines Monats, selbst erledigbar).
Kostet die Anmeldung etwas?
Nein. Sowohl die Netzbetreiber-Anmeldung als auch die Registrierung im Marktstammdatenregister sind kostenlos.
Was passiert, wenn ich die Anmeldung vergesse?
Ohne Eintrag im Marktstammdatenregister bekommst du keine Einspeisevergütung, und es drohen Bußgelder. Die Netzbetreiber-Anmeldung ist Voraussetzung für den Anschluss.
Muss ich das alles selbst machen?
Die Netzbetreiber-Anmeldung übernimmt normalerweise dein Elektriker. Das Marktstammdatenregister trägst du selbst ein – das ist in wenigen Minuten erledigt.
Muss ich die Anlage beim Finanzamt anmelden?
Für private Anlagen bis 30 kWp ist das dank Steuerbefreiung stark vereinfacht. Details dazu in unserem Ratgeber zu Photovoltaik und Steuer.
Bei unseren PV-Komplettpaketen (ab 4.799 €) liefern wir dir die Unterlagen für die Netzbetreiber-Anmeldung gleich mit und planen deine Anlage kostenlos – dein Elektriker muss sich also nicht durch den Papierkram kämpfen. Passenden Speicher und Smart Meter gibt es ebenfalls bei uns. Fragen zur Anmeldung? Kostenlose Beratung in 24 Stunden.
Stand 2026. Anmeldeverfahren nach EEG/EnWG, Details können je nach Netzbetreiber variieren. Keine Rechtsberatung.






