Nachtspeicherheizung ersetzen: Asbest, Alternativen und Förderung

Von Deine Solarwelt Aktualisiert am 7. October 2026 11 Min. Lesezeit
Nachtspeicherheizung ersetzen: Asbest, Alternativen und Förderung

Aus einer Kilowattstunde Strom macht eine Nachtspeicherheizung genau eine Kilowattstunde Wärme – mehr geht physikalisch nicht. Eine Wärmepumpe holt mit derselben Kilowattstunde zusätzlich Wärme aus der Umgebung und liefert ein Mehrfaches. Das ist der Kern der Frage, ob sich der Austausch lohnt. Bei älteren Geräten kommt eine zweite hinzu, die mit Geld nichts zu tun hat: Viele Nachtspeicheröfen, die vor 1984 hergestellt wurden, enthalten Asbest.

Dieser Ratgeber erklärt, wie Nachtspeicher funktionieren, woran du asbesthaltige Geräte erkennst und wer sie ausbauen darf, welche Alternativen es gibt – und warum der Wechsel zur Wärmepumpe bei Nachtspeicherhäusern ein größeres Projekt ist als bei einer Öl- oder Gasheizung. Die Angaben stützen sich auf das infoBlatt „Nachtspeicherheizgeräte" des Bayerischen Landesamts für Umwelt, das BBSR-Infoportal zum Gebäudemodernisierungsgesetz und das KfW-Merkblatt 458 (Stand 09/2026).

Das Wichtigste

  • Kein Verbot: Bestehende Nachtspeicherheizungen dürfen weiterbetrieben werden.
  • Asbest: Laut Bayerischem Landesamt für Umwelt können Geräte, die vor 1984 hergestellt wurden, Asbest enthalten. Ausbau nur durch Fachfirmen mit Sachkunde nach TRGS 519 – niemals selbst zerlegen.
  • Größter Unterschied zur Ölheizung: Nachtspeicherhäuser haben meist keine Heizungsrohre und keine Heizkörper. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe braucht dieses Verteilsystem erst.
  • Förderung: Wer eine funktionierende Nachtspeicherheizung austauscht und selbst im Haus wohnt, bekommt zur Grundförderung von 30 Prozent einen Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent (Antrag bis 31.01.2027).
  • Neue Stromdirektheizungen sind nach dem GModG nur unter Auflagen erlaubt, mit Ausnahmen für selbst bewohnte Häuser mit höchstens zwei Wohnungen.

Du planst eine neue Wärmepumpe? Hier siehst du unsere Wärmepumpen von Bosch und Viessmann im Überblick – oder du lässt dich kostenlos von unseren Fachberatern beraten.

Wie funktioniert ein Nachtspeicherofen?

Ein Nachtspeicherofen ist ein elektrisches Heizgerät mit einem Kern aus schweren Speichersteinen. Heizdrähte erhitzen diesen Kern, traditionell nachts, wenn Strom früher besonders günstig angeboten wurde. Tagsüber gibt der Kern die gespeicherte Wärme ab – teils über die Oberfläche, teils über einen Ventilator, der Raumluft durch den heißen Kern bläst. Das Bayerische Landesamt für Umwelt beschreibt die Geräte genau so: Sie nehmen nachts elektrische Energie auf, speichern sie als Wärme und geben sie über den Tag ab.

Rechtlich zählt die Nachtspeicherheizung zu den Stromdirektheizungen. Das BBSR definiert diese als Geräte, die Raumwärme direkt über den elektrischen Widerstand erzeugen, auch in Verbindung mit Wärmespeichern.

Der Wirkungsgrad ist dabei immer gleich: Jede Kilowattstunde Strom wird zu einer Kilowattstunde Wärme. Genau hier liegt der Unterschied zur Wärmepumpe. Wie viel Wärme sie pro Kilowattstunde Strom liefert, beschreibt die Jahresarbeitszahl. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3 braucht eine Wärmepumpe für dieselbe Wärmemenge rechnerisch nur ein Drittel des Stroms. Was realistische Werte sind, steht im Ratgeber JAZ Wärmepumpe.

Was kostet das Heizen mit Nachtspeicher?

Die Heizkosten ergeben sich aus zwei Größen: wie viel Strom die Geräte im Jahr verbrauchen und was die Kilowattstunde in deinem Tarif kostet. Ob deine Nachtspeicher über einen eigenen Zähler mit separatem Heizstromtarif laufen, siehst du in der Abrechnung. Pauschale Kostenangaben helfen wenig – deine Jahresabrechnung ist die beste Quelle.

So rechnest du selbst: Nimm den Heizstromverbrauch aus der Abrechnung und multipliziere ihn mit dem Arbeitspreis. Zur Einordnung, wie sich eine Wärmepumpe auswirken würde, teilst du den Verbrauch durch eine angenommene Jahresarbeitszahl. Ein eigenes Rechenbeispiel: 9.000 kWh Heizstrom im Jahr entsprechen 9.000 kWh Wärme. Eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3 bräuchte dafür rechnerisch 3.000 kWh Strom. Wie viel Geld das spart, hängt von beiden Strompreisen ab – Heizstromtarife und Wärmepumpentarife unterscheiden sich. Hintergründe stehen im Ratgeber Wärmepumpe Stromtarif.

Asbest im Nachtspeicherofen: Welche Geräte sind betroffen?

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) nennt in seinem infoBlatt zu Nachtspeicherheizgeräten mehrere Schadstoffe, die in älteren Geräten vorkommen können:

  • Asbest in Geräten, die vor 1984 hergestellt wurden.
  • PCB in Geräten, die vor Juli 1989 hergestellt wurden.
  • Chromat in fast allen Speichersteinen, teils in hohen Konzentrationen. Es verteilt sich nicht in der Raumluft, kann sich bei Feuchtigkeit aber lösen und über die Haut aufgenommen werden – etwa beim unsachgemäßen Zerlegen.
  • Künstliche Mineralfasern in Dämmstoffen; solche, die vor Juni 2000 hergestellt wurden, sind als krebserzeugend eingestuft.

Asbest steckt laut LfU überwiegend schwach gebunden in Bauteilen wie dem Kernsteinträger, Abstandshaltern zwischen den Speichersteinen, Dichtungen an der Bypassklappe, der Rückwand oder isolierter Verdrahtung. Außerhalb des Geräts kann Asbest auch in Unterlagen zum Fußboden oder in Asbestpappen in Heizkörpernischen auftauchen.

Das LfU teilt die Geräte in drei Gruppen ein:

Gruppe Beschreibung laut LfU
1 keine asbesthaltigen Materialien
2 Asbest in Kleinteilen außerhalb des Luftstroms; bei intaktem Gerät und ordnungsgemäßem Betrieb ist nicht mit einer Faserfreisetzung zu rechnen
3 Asbest in größerem Umfang im Luftstrom des Ventilators, etwa ein asbesthaltiger Kernsteinträger (bis etwa 20 Prozent Asbest) oder Dichtungen aus Asbestpappe oder -schnur

Wie finde ich heraus, ob mein Nachtspeicher Asbest enthält?

Der erste Schritt ist das Herstelljahr. Es steht auf dem Typenschild des Geräts. Schraube nichts auf, um es zu finden; im Zweifel hilft ein Elektrofachbetrieb. Mit Hersteller, Typ und Fertigungsnummer kannst du beim Hersteller oder bei einem Elektrofachbetrieb nachfragen. Das LfU weist darauf hin, dass manche Hersteller schon früher auf Asbest verzichtet haben, die Speichersteine ohne Analyse aber nur von Spezialisten unterschieden werden können. Seine Empfehlung: Im Zweifel ein Gerät immer als schadstoffhaltig behandeln.

Wichtig für den Betrieb bis zum Austausch: Selbst bei Geräten der Gruppe 2 ist laut LfU nur bei intaktem Gerät und ordnungsgemäßem Betrieb nicht mit einer Faserfreisetzung zu rechnen. Ein beschädigtes älteres Gerät gehört deshalb in die Hände eines Fachbetriebs.

Wer darf einen Nachtspeicherofen ausbauen und entsorgen?

Hier ist das LfU eindeutig: Ein eigenhändiger Rückbau soll unterbleiben, weil er mit erheblichen Gesundheitsgefahren und einer Kontamination der Wohnung verbunden sein kann. Nachtspeicherheizgeräte sind nur von Fachfirmen mit Sachkunde nach TRGS 519 aus den Wohnräumen zu entfernen und in speziellen Anlagen zu zerlegen. Für den Abtransport werden die Lüftungsöffnungen abgeklebt oder das ganze Gerät in reißfeste Folie verpackt.

Nachtspeicheröfen sind Elektrogeräte im Sinne des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes. Haushaltsübliche Mengen aus privaten Haushalten werden laut LfU an den kommunalen Sammelstellen nach ElektroG angenommen, und zwar kostenlos. Die Kosten für den fachgerechten Ausbau durch die Fachfirma sind davon getrennt; dafür gibt es keine belastbaren Durchschnittswerte. Lass dir ein Angebot geben, das Ausbau, Verpackung und Transport ausweist.

Hinweis: Das LfU-infoBlatt stammt von 2013. Für die konkrete Annahme in deiner Kommune frag beim örtlichen Wertstoffhof oder Abfallwirtschaftsbetrieb nach.

Tipp

Du vergleichst gerade Geräte? In der Übersicht unserer Wärmepumpen findest du die Bosch- und Viessmann-Pakete, die wir führen. Bei Fragen beraten dich unsere Fachberater kostenlos – Beratung anfragen oder telefonisch unter 089 248813740.

Alternativen zur Nachtspeicherheizung

Welche Alternative passt, hängt vor allem davon ab, ob es im Haus ein wassergeführtes Heizsystem gibt – bei Nachtspeicherhäusern ist das meist nicht der Fall.

Alternative Was es braucht Einordnung
Luft-Wasser-Wärmepumpe Heizungsrohre und Heizkörper oder Fußbodenheizung, Platz für Speicher und Außeneinheit effizient, aber im Nachtspeicherhaus ein größerer Umbau
Luft-Luft-Wärmepumpe Innengeräte in den Räumen, Kältemittelleitungen zur Außeneinheit kein Wassernetz nötig; Warmwasser muss separat gelöst werden
Neue Stromdirektheizung (z. B. neue Speicher- oder Infrarotgeräte) Stromanschluss; je nach Gebäude erhöhte Anforderungen an den Wärmeschutz weiterhin 1 kWh Strom = 1 kWh Wärme
Anschluss an ein Wärmenetz Netz in der Straße, Hausübergabestation, Wärmeverteilung im Haus abhängig von der kommunalen Wärmeplanung

Luft-Wasser-Wärmepumpe: der große Schritt

Ehrlich gesagt: Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe muss in einem Nachtspeicherhaus meist erst ein komplettes Verteilsystem entstehen – Rohre durch die Wände und Decken, Heizkörper oder Fußbodenheizung in jedem Raum, ein Technikraum für Speicher und Hydraulik. Das ist eine Sanierung, kein Gerätetausch. Sie lohnt sich vor allem, wenn ohnehin umgebaut oder gedämmt wird. Die Heizflächen sollten dann gleich für niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt werden; mehr dazu in Wärmepumpe und Heizkörper. Für das neue Rohrnetz ist ein hydraulischer Abgleich Pflicht, wenn du Förderung nutzt – siehe Hydraulischer Abgleich.

Luft-Luft-Wärmepumpe: ohne Wassernetz

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe heizt die Räume direkt über Innengeräte, ähnlich wie eine Klimaanlage im Heizbetrieb. Ein Wassernetz ist nicht nötig, dafür braucht jeder beheizte Raum oder jede Raumgruppe ein Innengerät. Warmwasser erzeugt sie nicht; dafür ist eine separate Lösung nötig. Auch luftgeführte Wärmepumpen kommen im KfW-Merkblatt 458 vor – dort wird statt des hydraulischen Abgleichs ein Nachweis über die Einregulierung der Luftvolumenströme verlangt. Ob ein bestimmtes Gerät die technischen Mindestanforderungen erfüllt, prüft der Energieeffizienz-Experte. Die Bauarten im Vergleich zeigt der Ratgeber Wärmepumpe Arten; zur geteilten Bauweise siehe Split-Wärmepumpe.

Ist die Nachtspeicherheizung wieder im Kommen?

Ganz verschwunden ist sie nicht, und das Gesetz verbietet sie auch nicht. Nach § 42 GModG ist die Stromdirektheizung eine zulässige Heizungsart, allerdings mit Bedingungen. Laut BBSR gilt für den Einbau in bestehende Gebäude mit Wohnungen: Die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz müssen um mindestens 30 Prozent unterschritten werden – etwa auf dem Niveau eines Effizienzhauses 55 (§ 46 GModG). Keine gesonderten Anforderungen gelten in diesen Fällen:

  • beim Austausch einer einzelnen bestehenden Einzelraum-Stromdirektheizung,
  • in selbst bewohnten Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohnungen.

Zusätzlich dürfen die Länder weitergehende Anforderungen oder Beschränkungen für Stromdirektheizungen festlegen (§ 9 GModG).

Ein neues Argument für Speicherheizungen sind dynamische Stromtarife: Ein Speicher kann laden, wenn der Strom gerade günstig ist. Am Grundprinzip ändert das nichts – auch ein modernes Gerät macht aus einer Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Wärme. Wie dynamische Tarife funktionieren, erklärt der Ratgeber Dynamischer Stromtarif.

Förderung beim Ersetzen der Nachtspeicherheizung

Die BEG-Heizungsförderung der KfW (Programm 458, Merkblatt Stand 09/2026) nennt Nachtstromspeicherheizungen ausdrücklich beim Klimageschwindigkeitsbonus. Für den Austausch einer funktionstüchtigen Nachtspeicherheizung – unabhängig vom Alter – bekommen selbstnutzende Eigentümer:

  • 30 Prozent Grundförderung,
  • 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus bei Antrag bis 31. Januar 2027; danach sinkt er halbjährlich um 4 Prozentpunkte, ab 1. August 2028 entfällt er,
  • gegebenenfalls einen Einkommensbonus von 10, 30 oder 40 Prozent,
  • insgesamt höchstens 70 Prozent, bei einem Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro (mit Kind 40.000 Euro) bis zu 80 Prozent,
  • bezogen auf höchstens 28.000 Euro förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit.

Gefördert wird die neue erneuerbare Heizung, also etwa die Wärmepumpe, nicht eine neue Stromdirektheizung. Der Antrag muss vor dem Vorhabenbeginn gestellt werden, der Liefer- oder Leistungsvertrag braucht eine Bedingung, die an die Förderzusage geknüpft ist. Das Gebäude muss bestehen und sein Bauantrag mindestens fünf Jahre zurückliegen. Die Details zum Ablauf beschreibt der Ratgeber Ölheizung durch Wärmepumpe ersetzen – er gilt für Nachtspeicher sinngemäß. Ob sich eine Wärmepumpe im älteren Haus überhaupt eignet, ordnet Wärmepumpe im Altbau ein.

Wärmepumpe und Photovoltaik statt Nachtspeicher

Nachtspeicher wurden für Nachtstrom gebaut, eine PV-Anlage liefert Strom am Tag. Eine Wärmepumpe mit Pufferspeicher oder Warmwasserspeicher kann Solarstrom tagsüber in Wärme umwandeln und so mehr davon selbst nutzen. Im Winter, wenn der Heizbedarf am höchsten ist, liefert die PV-Anlage allerdings am wenigsten. Wie viel Eigenverbrauch realistisch ist, steht im Ratgeber Wärmepumpe mit Photovoltaik.

Passende Geräte findest du bei uns: In der Collection Bosch Wärmepumpen gibt es Komplettpakete der Compress 5800i AW mit 4 bis 12 kW ab 8.499 € und der Compress 6800i AW ab 9.299 €, in der Collection Viessmann Wärmepumpen die Vitocal 250-A Modular mit 300-Liter-Speicher ab 11.750,75 €. PV-Anlagen mit Speicher findest du unter PV-Komplettpakete mit Speicher. Preise Stand 10/2026, Änderungen vorbehalten. Eine Übersicht über die Gesamtkosten einer Wärmepumpe gibt der Ratgeber Wärmepumpe Kosten.

Wer baut aus und wer baut ein?

Wir sind ein Online-Fachhandel: Wir liefern Wärmepumpe und PV-Anlage, bauen aber weder alte Nachtspeicheröfen aus noch neue Heizungen ein.

Asbestverdächtige Nachtspeicheröfen gehören ausschließlich in die Hände einer Fachfirma mit Sachkunde nach TRGS 519. Das neue Heizsystem installiert ein Heizungsfachbetrieb, den Elektroanschluss – inklusive Rückbau der alten Heizstromkreise – eine eingetragene Elektrofachkraft. Wenn du dein Projekt lieber ganz abgeben möchtest: Melde dich, wir helfen dir gerne dabei, einen passenden Betrieb in deiner Region zu finden.

Das ist Hilfe beim Finden – keine Vermittlungsgarantie, keine Planungsleistung und keine Zusage zu Preisen oder Terminen.

Fragen zu den Geräten? Schreib uns, die Beratung zu unseren Produkten ist kostenlos.

Häufige Fragen

Sind Nachtspeicherheizungen verboten?

Nein. Bestehende Nachtspeicherheizungen dürfen weiterbetrieben werden. Für den Neueinbau von Stromdirektheizungen stellt das GModG Anforderungen an den Wärmeschutz, mit Ausnahmen etwa für selbst bewohnte Häuser mit höchstens zwei Wohnungen.

Ab welchem Baujahr enthalten Nachtspeicheröfen Asbest?

Laut Bayerischem Landesamt für Umwelt können Geräte, die vor 1984 hergestellt wurden, Asbest enthalten. Manche Hersteller haben schon früher darauf verzichtet; ohne Prüfung sollte ein älteres Gerät aber als schadstoffhaltig gelten.

Darf ich einen Nachtspeicherofen selbst abbauen?

Davon rät das LfU ausdrücklich ab. Asbesthaltige oder asbestverdächtige Geräte dürfen nur Fachfirmen mit Sachkunde nach TRGS 519 ausbauen. Beim Zerlegen können Asbestfasern und andere Schadstoffe freigesetzt werden.

Wo entsorge ich einen alten Nachtspeicherofen?

Nachtspeicheröfen gelten als Elektroaltgeräte. Haushaltsübliche Mengen nehmen laut LfU die kommunalen Sammelstellen kostenlos an. Den Ausbau und Transport asbestverdächtiger Geräte übernimmt eine Fachfirma.

Welche Heizung ist die beste Alternative zur Nachtspeicherheizung?

Das hängt vom Haus ab. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist effizient, braucht aber ein wassergeführtes Verteilsystem, das in Nachtspeicherhäusern meist fehlt. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe kommt ohne Wassernetz aus, liefert aber kein Warmwasser. Neue Stromdirektheizungen sind am einfachsten einzubauen, bleiben aber bei 1 kWh Wärme pro kWh Strom.

Wird der Austausch einer Nachtspeicherheizung gefördert?

Ja, wenn eine förderfähige Heizung wie eine Wärmepumpe eingebaut wird. Laut KfW-Merkblatt 458 gibt es 30 Prozent Grundförderung und für Selbstnutzer 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus für den Austausch einer funktionierenden Nachtspeicherheizung, bei Antrag bis 31.01.2027.

Stand Oktober 2026. Angaben zu Aufbau, Schadstoffen und Entsorgung nach Bayerischem Landesamt für Umwelt, infoBlatt Abfallwirtschaft „Nachtspeicherheizgeräte" (April 2013); rechtliche Angaben nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, in Kraft seit 29.07.2026) laut BBSR-Infoportal (Stromdirektheizung, Optionen beim Heizungseinbau, Glossar); Förderangaben nach KfW-Merkblatt 458 (Stand 09/2026, gültig ab 24.09.2026). Rechenbeispiele sind eigene Beispielrechnungen. Keine Rechts-, Gesundheits- oder Fördermittelberatung. Preise Stand 10/2026, Änderungen vorbehalten.

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