Wer eine Luft-Wasser-Wärmepumpe plant, steht früh vor einer Grundsatzfrage: Monoblock oder Split? Während beim Monoblock der komplette Kältekreis im Außengerät sitzt, teilt die Split-Wärmepumpe das System auf ein Außen- und ein Innengerät auf – verbunden durch eine Kältemittelleitung durch die Hauswand.
Dieser Ratgeber erklärt, wie eine Split-Wärmepumpe funktioniert, worin sie sich vom Monoblock unterscheidet, warum sie einen Kälteschein bei der Installation braucht, welche Vor- und Nachteile sie hat – und für welche Situation sie die richtige Wahl ist.
In 30 Sekunden
- Prinzip: Kältekreis auf Außen- und Innengerät verteilt, verbunden über eine Kältemittelleitung durch die Wand.
- Kälteschein nötig: Nur ein Betrieb mit F-Gas-Zertifikat darf die Anlage anschließen, weil der Kältekreis vor Ort geöffnet wird.
- Vorteil: flexible Leitungsführung, kein Frostschutz einer wasserführenden Außenleitung nötig – günstig bei beengten Grundstücken.
- Nachteil: Kältemittelleitung ins Haus (Leckage-Risiko an Verbindungen), Innengerät braucht Platz, meist teurer als Monoblock.
- Kältemittel: Split-Geräte nutzen häufig noch R32 (höheres Treibhauspotenzial); die meisten R290-Geräte sind Monoblöcke.
- Kosten: schlüsselfertig ca. 28.000–45.000 €, rund 3.000–7.000 € über dem Monoblock.
Du planst eine neue Wärmepumpe? Hier siehst du unsere Wärmepumpen von Bosch und Viessmann im Überblick – oder du lässt dich kostenlos von unseren Fachberatern beraten.
Was ist eine Split-Wärmepumpe?
Bei einer Split-Wärmepumpe ist der Kältekreis auf zwei Geräte aufgeteilt (englisch „to split" = teilen): Das Außengerät enthält Ventilator, Verdampfer und meist den Verdichter, das Innengerät den Verflüssiger (Wärmeübertrager) und die Hydraulik. Zwischen beiden läuft eine dünne Kältemittelleitung durch die Wand. Die Wärme wird also erst im Haus an das Heizungswasser übergeben.
Das ist der zentrale Unterschied zum Monoblock, bei dem der gesamte Kältekreis draußen bleibt und nur Heizungswasser ins Haus läuft. Beide Bauformen findest du auch im Überblick zu den Wärmepumpen-Arten. Welche Bauteile diesen Kreis bilden, zeigt der Ratgeber zum Aufbau einer Wärmepumpe: die vier Bauteile im Kältekreis.
Split vs. Monoblock im Vergleich
| Kriterium | Split | Monoblock |
|---|---|---|
| Kältekreis | Außen- + Innengerät | komplett im Außengerät |
| Ins Haus geführt | Kältemittelleitung | nur Heizungswasser |
| Kälteschein nötig | ja | nein |
| Frostschutz Außenleitung | kein Thema | nötig |
| Innengerät im Haus | ja (Platzbedarf) | nein |
| Leckage-Risiko im Haus | an Verbindungen möglich | keins |
| Kältemittel häufig | oft R32 | meist R290 |
| Kosten schlüsselfertig | ca. 28.000–45.000 € | ca. 25.000–38.000 € |
Der Kälteschein: was Split besonders macht
Der praktisch wichtigste Punkt: Weil bei der Split-Montage der Kältemittelkreis vor Ort geöffnet, verbunden und befüllt wird, darf das nur ein Betrieb mit F-Gas-Zertifikat („Kälteschein") übernehmen. Das schränkt den Kreis möglicher Installateure ein und kann – gerade bei vollen Auftragsbüchern der Kältetechniker – zu längeren Wartezeiten führen. Beim Monoblock entfällt das, weil dort nur die wasserführenden Leitungen angeschlossen werden.
Wie sich Eigenleistung und Fachbetrieb bei beiden Bauformen aufteilen, ordnet der Ratgeber dazu ein: was beim Einbau selbst möglich ist.
Vorteile und Nachteile der Split-Wärmepumpe
Das spricht für Split:
- Flexible, dünne Kältemittelleitung – einfacher zu verlegen, auch über größere Distanzen oder um Ecken.
- Kein Frostschutz einer wasserführenden Außenleitung nötig.
- Das Außengerät kann kompakter ausfallen.
Das solltest du bedenken:
- Kältemittelleitung ins Haus: an jeder Verbindung ist theoretisch eine Leckage möglich.
- Das Innengerät braucht Platz (z. B. im Technikraum).
- Installation nur mit Kälteschein – weniger Betriebe, oft höhere Kosten.
- Häufig noch Kältemittel R32 mit höherem Treibhauspotenzial (siehe unten).
Kältemittel: oft R32 statt R290
Ein Punkt, der bei der Bauform-Entscheidung leicht übersehen wird: Viele Split-Wärmepumpen nutzen noch das Kältemittel R32 (GWP rund 675), während die meisten modernen Monoblöcke auf das natürliche R290 (Propan, GWP rund 3) setzen – warum das so ist, erklärt der Ratgeber Propan-Wärmepumpe. Das ist relevant, weil ab 2027 in der EU neue Wärmepumpen nur noch Kältemittel mit einem GWP unter 150 verwenden dürfen. Mehr dazu im Ratgeber zur Wärmepumpe im Altbau und in unserer Wärmepumpen-Kollektion, in der wir bewusst auf zukunftssichere R290-Monoblöcke setzen.
Für wen lohnt sich eine Split-Wärmepumpe?
Split kann sinnvoll sein, wenn:
- das Grundstück beengt ist und eine flexible Leitungsführung Vorteile bringt,
- das Außengerät weiter entfernt vom Technikraum stehen soll,
- ein Kältetechnik-Betrieb mit passendem Angebot verfügbar ist.
Für die große Mehrheit der Ein- und Zweifamilienhäuser ist der Monoblock heute jedoch die naheliegende Wahl: einfachere Installation ohne Kälteschein, kein Kältemittel im Haus und meist das zukunftssichere R290. Deshalb führen wir schwerpunktmäßig Monoblock-Geräte.
Tipp
Du vergleichst gerade Geräte? In der Übersicht unserer Wärmepumpen findest du die Bosch- und Viessmann-Pakete, die wir führen. Bei Fragen beraten dich unsere Fachberater kostenlos – Beratung anfragen oder telefonisch unter 089 248813740.
Was kostet eine Split-Wärmepumpe?
Schlüsselfertig liegen Split-Anlagen meist bei etwa 28.000–45.000 € und damit rund 3.000–7.000 € über vergleichbaren Monoblöcken – vor allem wegen der aufwendigeren Kältetechnik-Installation. Die Förderung ist identisch: über die BEG/KfW 458 sind 2026 bis zu 70 % Zuschuss möglich, in der niedrigsten Einkommensstufe 80 % (max. 28.000 € förderfähig). Wie sich die Gesamtkosten zusammensetzen, zeigt der Ratgeber Wärmepumpe Kosten; worauf du bei Auswahl und Kauf achten solltest, bündelt die Kaufberatung Wärmepumpe. Am günstigsten heizt jede Wärmepumpe mit eigenem Solarstrom – siehe Wärmepumpe mit Photovoltaik.
Wärmepumpe als Splitgerät: wann die Bauform wirklich passt
„Splitgerät" ist im Heizungsbereich ein etwas irreführender Begriff, weil viele dabei an eine Klimaanlage denken. Gemeint ist dasselbe Prinzip: ein Außengerät, ein Innengerät, eine Kältemittelleitung dazwischen. Ob ein Wärmepumpen-Splitgerät für dich die richtige Bauform ist, klären drei Fragen in dieser Reihenfolge:
- Gibt es in deiner Region einen Kältetechnik-Betrieb mit freier Kapazität? Ohne Kälteschein gibt es keine Inbetriebnahme. Das ist kein Detail, sondern der häufigste Grund, warum Split-Projekte liegen bleiben. Frag das ab, bevor du ein Gerät aussuchst.
- Wie weit liegen Außengerät und Technikraum auseinander? Bei größeren Entfernungen oder mehreren Richtungswechseln ist die dünne Kältemittelleitung einfacher zu verlegen als zwei gedämmte, frostsicher zu führende Wasserleitungen. Unter etwa fünf Metern Leitungsweg spielt dieser Vorteil kaum eine Rolle.
- Hast du innen Platz – und willst du ihn dafür hergeben? Das Innengerät braucht eine Wandfläche im Technikraum, oft zusätzlich zum Pufferspeicher. Wer den Heizungsraum ohnehin schon voll hat, fährt mit dem Monoblock ruhiger.
Bleibt eine der drei Antworten unklar, ist das kein Argument gegen Split – aber ein Grund, sich vor dem Kauf beide Angebote rechnen zu lassen. Die Bauform entscheidet über die Installation, nicht über die Heizleistung: Ein gut ausgelegtes Splitgerät und ein gut ausgelegter Monoblock heizen dasselbe Haus gleich gut.
Das Außengerät richtig aufstellen: Abstand, Schall, Kondensat
Bei jeder Luft-Wärmepumpe – Split oder Monoblock – entscheidet der Standort des Außengeräts über Nachbarschaftsfrieden und Effizienz. Drei Punkte gehören auf die Planungsliste.
1. Abstand zur Grundstücksgrenze. Zuständig sind die Landesbauordnungen, und die unterscheiden sich: Je nach Bundesland gelten zwischen 0 und 3 Metern. Viele Länder verlangen keine eigene Abstandsfläche mehr, solange das Gerät nicht höher als 2 Meter und nicht länger als 3 Meter ist. Verbindlich ist die Bauordnung deines Landes – im Zweifel fragst du kurz bei der Bauaufsicht nach, das kostet nichts und erspart später Streit. Was sonst noch genehmigungsrelevant ist, steht im Ratgeber Wärmepumpe Genehmigung.
2. Schall. Maßstab ist die TA Lärm am Immissionsort, also am Fenster des Nachbarn: im reinen Wohngebiet 35 dB(A) nachts, im allgemeinen Wohngebiet 40 dB(A). Hersteller geben aber die Schallleistung des Geräts an, nicht den Schalldruck beim Nachbarn. Umrechnen kannst du selbst – bei freier Abstrahlung über eine Halbkugel gilt: Schalldruck = Schallleistung − 10 · log(2πr²). Das ergibt diese Hausnummern:
| Schallleistung Außengerät | 3 m Abstand | 5 m Abstand | 8 m Abstand |
|---|---|---|---|
| 50 dB(A) | ca. 33 dB(A) | ca. 28 dB(A) | ca. 24 dB(A) |
| 55 dB(A) | ca. 38 dB(A) | ca. 33 dB(A) | ca. 29 dB(A) |
| 60 dB(A) | ca. 43 dB(A) | ca. 38 dB(A) | ca. 34 dB(A) |
Zwei Lesehilfen dazu: Jede Verdopplung des Abstands bringt rund 6 dB – der Standort ist damit der günstigste Schallschutz, den es gibt. Und die Tabelle gilt für freie Aufstellung: In einer Ecke oder zwischen zwei Mauern reflektiert der Schall und es werden einige Dezibel mehr. Praktisch heißt das: ein 55-dB(A)-Gerät frei aufgestellt, drei Meter von der Grenze entfernt, liegt im reinen Wohngebiet nachts noch nicht sicher unter 35 dB(A) – hier hilft der Nachtabsenkungsmodus, den viele Geräte mitbringen.
3. Kondensat. Ein Außengerät produziert im Heizbetrieb Kondenswasser, beim Abtauen in Schwaden. Das muss frostsicher weg – über ein Kiesbett mit ausreichender Sickerfähigkeit oder einen Anschluss an die Entwässerung, mit einem Rohrdurchmesser von mindestens etwa 50 mm. Pfusch an dieser Stelle fällt erst im ersten strengen Winter auf, wenn unter dem Gerät eine Eisplatte steht.
Zur Wandmontage: Kleine Außengeräte dürfen an die Hauswand, brauchen aber rund 30 bis 50 cm Abstand zur Wand für die Luftführung – und eine Konsole, die den Schall nicht in die Wand und damit ins Schlafzimmer überträgt. Entkoppelte Wandkonsolen oder ein eigenes Fundament am Boden sind dafür die bessere Lösung als eine starr verschraubte Halterung.
Die Nachteile im Detail: was in der Praxis wirklich zählt
Die Stichpunkte oben lohnen eine genauere Betrachtung, weil zwei der häufigsten Sorgen übertrieben und eine unterschätzt wird.
Dichtheitsprüfung – meist kein Thema. Prüfpflichten nach der F-Gase-Verordnung greifen erst ab einer Füllmenge von 5 Tonnen CO₂-Äquivalent. Bei R32 mit einem GWP von rund 675 entspricht das etwa 7,4 kg Kältemittel (5.000 kg CO₂e geteilt durch 675). Typische Split-Wärmepumpen im Einfamilienhaus enthalten ein bis gut drei Kilogramm – sie liegen damit deutlich unter der Schwelle und unterliegen keiner regelmäßigen Dichtheitsprüfung. Was der Hersteller für die Garantie an Wartung verlangt, ist eine andere Frage und steht in der Garantiebedingung.
Kältemittelverlust – selten, aber teuer. Der Kreis wird vor Ort hergestellt, und jede Löt- oder Bördelverbindung ist eine potenzielle Schwachstelle. Passiert es, zahlst du nicht nur das Kältemittel, sondern vor allem die Anfahrt und Arbeitszeit eines Kältetechnikers – und die Anlage heizt bis dahin schlechter oder gar nicht. Genau deshalb ist die Qualität der Montage bei Split wichtiger als bei jeder anderen Bauform.
Der Engpass ist der Betrieb, nicht das Gerät. Den Kälteschein hat der klassische Heizungsbauer oft nicht, und die Zahl der Betriebe mit Zertifikat ist begrenzt. Wer im Herbst anfragt, steht hinter der gesamten Klimaanlagen-Saison in der Schlange. Das ist der Punkt, den wir in der Praxis am häufigsten unterschätzt sehen.
Und innen? Das Innengerät ist kein Lärmproblem, aber es ist hörbar – gedämpftes Strömen und gelegentliches Schalten. Direkt neben oder unter einem Schlafzimmer gehört es nicht hin.
Kältemittel-Fristen: was ab 2027 und ab 2028 gilt
Hier liegt das eigentliche Argument in der Bauform-Frage – und es hat zwei voneinander unabhängige Seiten.
EU-Recht (F-Gase-Verordnung 2024/573): Ab dem 1. Januar 2027 dürfen neue Luft-Wasser-Wärmepumpen bis 12 kW – Monoblock wie Split – nicht mehr mit Kältemitteln ab GWP 150 in Verkehr gebracht werden. R32 (GWP rund 675) fällt damit aus diesem Leistungsbereich heraus; für Monoblock-Geräte bis 12 kW gilt ab 2032 ein vollständiges F-Gas-Verbot. Als Nachfolger kommen das natürliche R290 (GWP 3) und synthetische Mischungen wie R454C (GWP rund 146) in Frage, während R454B mit GWP 466 die 150er-Grenze nicht einhält.
Wichtig für Bestandsgeräte: Das Verbot betrifft das Inverkehrbringen neuer Anlagen, nicht deine bestehende Anlage. Das ab 2032 geplante Serviceverbot für neu produzierte Kältemittel greift bei GWP über 750 – R32 liegt mit 675 darunter und ist davon nicht betroffen. Eine heute installierte R32-Split-Wärmepumpe bleibt also wartbar.
Förderrecht – der härtere Hebel: Mit der seit 21. Juli 2026 geltenden BEG-Richtlinie ist der frühere Effizienzbonus von 5 % für natürliche Kältemittel ersatzlos entfallen. Stattdessen wird das klimafreundliche Kältemittel zur Grundanforderung: Nach übereinstimmenden Fachquellen sind ab dem 1. Januar 2028 nur noch Wärmepumpen mit GWP-armem beziehungsweise natürlichem Kältemittel über die KfW 458 förderfähig – ein R32-Gerät bekommt dann keinen Zuschuss mehr. Anträge, die vorher gestellt und bewilligt sind, laufen nach den alten Regeln weiter. Maßgeblich ist immer der Richtlinientext zum Zeitpunkt deiner Antragstellung.
Für dich heißt das: Wenn du 2026 oder 2027 baust, ist eine R32-Split-Anlage förderfähig und wartbar. Planst du später, oder willst du beim Wiederverkauf keine Diskussion über das Kältemittel führen, ist ein R290-Gerät die ruhigere Entscheidung – und das sind überwiegend Monoblöcke.
Förderung 2026: was für eine Split-Wärmepumpe tatsächlich gezahlt wird
Die Förderhöhe hängt nicht an der Bauform, sondern an deiner Situation. Seit dem 21. Juli 2026 gilt:
| Bestandteil | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Heizungstausch im Bestand, mindestens 65 % erneuerbare Energie |
| Klima-Geschwindigkeitsbonus | 16 % | Austausch einer alten, noch funktionierenden fossilen Heizung; Selbstnutzung |
| Einkommensbonus | 40 / 30 / 10 % | zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 € / 40.000 € / 50.000 € |
| Deckel | 70 % | in der niedrigsten Einkommensstufe 80 % |
| Förderfähige Kosten | 28.000 € | erste Wohneinheit; sinkt planmäßig halbjährlich um 750 € |
Daraus folgen als Obergrenzen 19.600 € Zuschuss (70 % von 28.000 €) beziehungsweise 22.400 € in der untersten Einkommensstufe. Der häufigste Denkfehler: Die Bonussätze werden addiert, aber der Deckel gilt trotzdem – 30 + 16 + 40 ergibt auf dem Papier 86 %, ausgezahlt werden maximal 80 %.
Ein Rechenbeispiel mit der Split-Preisspanne von oben: Eine schlüsselfertige Anlage für 32.000 € ist bis 28.000 € förderfähig. Mit Grundförderung und Klimabonus (46 %) sind das 12.880 € Zuschuss, dein Eigenanteil liegt bei rund 19.100 €. Mit Einkommensbonus in der untersten Stufe (80 %) wären es 22.400 € Zuschuss und rund 9.600 € Eigenanteil. Die Details und aktuellen Nachweise sammelt der Ratgeber Wärmepumpe Förderung 2026.
Wer baut das ein?
Wir sind ein Online-Fachhandel: Wir liefern die Hardware, montieren aber nicht selbst. Bei einer Split-Anlage ist das besonders eindeutig – der Kältekreis darf ausschließlich von einem Betrieb mit F-Gas-Zertifikat hergestellt werden, Netzanschluss und Inbetriebnahme gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Wenn du das Projekt abgeben möchtest: Melde dich, wir helfen dir gerne dabei, einen passenden Montagebetrieb in deiner Region zu finden. Heizlastberechnung und Förderantrag bleiben beim Fachbetrieb – das ist keine Einschränkung, sondern die korrekte Zuständigkeit.
Häufige Fragen zur Split-Wärmepumpe
Was ist der Unterschied zwischen Split und Monoblock?
Beim Split ist der Kältekreis auf Außen- und Innengerät verteilt, verbunden durch eine Kältemittelleitung. Beim Monoblock bleibt der komplette Kältekreis im Außengerät, ins Haus läuft nur Heizungswasser. Split braucht einen Kälteschein, Monoblock nicht.
Braucht eine Split-Wärmepumpe einen Kälteschein?
Ja. Weil der Kältemittelkreis vor Ort geöffnet und befüllt wird, darf nur ein Betrieb mit F-Gas-Zertifikat die Anlage anschließen.
Ist Split oder Monoblock besser?
Für die meisten Häuser ist der Monoblock die pragmatischere Wahl (einfachere Installation, kein Kältemittel im Haus, meist R290). Split kann bei beengten Grundstücken oder großer Distanz zum Außengerät Vorteile haben.
Welches Kältemittel nutzt eine Split-Wärmepumpe?
Häufig R32 (GWP rund 675). Die meisten zukunftssicheren R290-Geräte (GWP rund 3) sind dagegen Monoblöcke – relevant wegen der EU-Vorgabe GWP unter 150 ab 2027.
Was kostet eine Split-Wärmepumpe?
Schlüsselfertig meist 28.000–45.000 €, rund 3.000–7.000 € über dem Monoblock. Über die BEG/KfW 458 sind bis zu 70 % Zuschuss möglich, in der niedrigsten Einkommensstufe 80 %.
Ist eine Split-Wärmepumpe 2028 noch förderfähig?
Nur mit GWP-armem Kältemittel. Nach der seit Juli 2026 geltenden BEG-Richtlinie sind ab dem 1. Januar 2028 ausschließlich Wärmepumpen mit natürlichem beziehungsweise GWP-armem Kältemittel förderfähig – eine R32-Anlage erhält dann keinen Zuschuss. Anträge, die vorher bewilligt sind, laufen nach den alten Regeln.
Welchen Abstand muss das Außengerät zum Nachbargrundstück haben?
Das regeln die Landesbauordnungen: je nach Bundesland 0 bis 3 Meter. Viele Länder verlangen keine eigene Abstandsfläche, wenn das Gerät nicht höher als 2 Meter und nicht länger als 3 Meter ist. Unabhängig davon müssen die Schallwerte der TA Lärm am Fenster des Nachbarn eingehalten werden.
Wie laut ist das Außengerät in drei Metern Entfernung?
Aus der Schallleistung lässt sich das abschätzen: Ein Gerät mit 55 dB(A) Schallleistung kommt frei aufgestellt in 3 m auf etwa 38 dB(A), in 5 m auf rund 33 dB(A). Im reinen Wohngebiet sind nachts 35 dB(A) erlaubt – Abstand und Nachtmodus sind deshalb die wichtigsten Stellschrauben.
Muss eine Split-Wärmepumpe regelmäßig auf Dichtheit geprüft werden?
In der Regel nicht. Die Prüfpflicht der F-Gase-Verordnung beginnt bei 5 Tonnen CO₂-Äquivalent, bei R32 also bei rund 7,4 kg Füllmenge. Geräte für Einfamilienhäuser enthalten meist ein bis drei Kilogramm. Herstellervorgaben zur Wartung gelten trotzdem.
Darf das Außengerät an die Hauswand montiert werden?
Bei kleineren Geräten ja. Wichtig sind rund 30 bis 50 cm Wandabstand für die Luftführung und eine schallentkoppelte Konsole, damit keine Vibrationen in die Wand übertragen werden. Unter Schlafzimmerfenstern ist eine Bodenaufstellung die bessere Wahl.
Ist ein Wärmepumpenboiler als Splitgerät dasselbe?
Nein. Ein Wärmepumpenboiler (Brauchwasser-Wärmepumpe) erwärmt ausschließlich Trinkwasser und ersetzt keine Heizung. Es gibt ihn auch in Split-Ausführung mit Außengerät – die Heizlast deines Hauses deckt er aber nicht.
Fazit
Die Split-Wärmepumpe hat ihre Berechtigung – vor allem bei beengten Grundstücken oder großer Distanz zwischen Außengerät und Technikraum. Für die meisten Ein- und Zweifamilienhäuser überwiegen jedoch die Vorteile des Monoblocks: Installation ohne Kälteschein, kein Kältemittel im Haus und meist das zukunftssichere R290. Unsere Auswahl an Monoblock-Geräten findest du in der Wärmepumpen-Kollektion.
Stand: August 2026. Angaben zu Installation und Kältemitteln nach F-Gas-Verordnung und DIN EN 378; Kosten sind Richtwerte je nach Anlage und Gebäude. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Fachplanung im Einzelfall.



