Ratgeber · Photovoltaik

PV-Anlage planen: in 7 Schritten zur Solaranlage

Von Deine Solarwelt Aktualisiert am 17. August 2026 4 Min. Lesezeit
PV-Anlage planen: in 7 Schritten zur Solaranlage

Der Weg zur eigenen Solaranlage wirkt auf den ersten Blick unübersichtlich: Dachausrichtung, Anlagengröße, Speicher, Wechselrichter, Förderung, Anmeldung. Tatsächlich lässt sich das Ganze aber in wenige, klar aufeinander folgende Schritte zerlegen. Wer sie der Reihe nach abarbeitet, plant seine PV-Anlage sicher – auch ohne Vorwissen.

Dieser Ratgeber ist dein roter Faden: In sieben Schritten führt er von der ersten Idee bis zur angemeldeten Anlage und verweist an jeder Station auf die passende Detail-Anleitung.

In 30 Sekunden

  • Schritt 1–2: Dach prüfen und Stromverbrauch ermitteln – das ist die Basis jeder Planung.
  • Schritt 3–4: Anlagengröße festlegen und Komponenten wählen (Module, Wechselrichter, Speicher).
  • Schritt 5–6: Kosten und Wirtschaftlichkeit rechnen, Angebot bzw. Komplettpaket auswählen.
  • Schritt 7: Installation, Netzanschluss und Anmeldung.
  • Tipp: Ein abgestimmtes Komplettpaket nimmt dir die Abstimmung der Komponenten ab.

Schritt 1: Das Dach prüfen

Am Anfang steht die Frage, wie viel Solarstrom dein Dach überhaupt liefern kann. Entscheidend sind Ausrichtung (Süd ist ideal, Ost-West funktioniert gut), Dachneigung, verfügbare Fläche und mögliche Verschattung durch Bäume, Kamine oder Nachbargebäude. Wie sich Ausrichtung und Neigung auf den Ertrag auswirken, zeigt der Ratgeber Photovoltaik-Ausrichtung. Planst du eine große Halle oder ein Flachdach, weicht das Vorgehen ab – die Besonderheiten erklärt der Ratgeber zu Photovoltaik auf Gewerbedächern.

Schritt 2: Den Stromverbrauch ermitteln

Deine letzte Jahresabrechnung verrät den wichtigsten Planungswert: den Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden. Überlege zusätzlich, ob künftig eine Wärmepumpe oder ein E-Auto dazukommen – beides erhöht den Bedarf deutlich und beeinflusst Anlagen- und Speichergröße. Wenn ein Ladepunkt geplant ist, solltest du ihn von Anfang an mitdenken: Worauf es dabei ankommt, liest du im Ratgeber zur PV-Anlage mit Wallbox.

Schritt 3: Die Anlagengröße festlegen

Aus Dachfläche und Verbrauch ergibt sich die sinnvolle Anlagengröße in kWp. Als grobe Orientierung liefert 1 kWp je nach Standort rund 950–1.100 kWh Strom pro Jahr. Die genaue Auslegung – inklusive Reserve für Zukunftsverbraucher – erklärt der Ratgeber PV-Anlagengröße. Steht die Generatorleistung fest, richtet sich die Elektronik danach: Wie du den Wechselrichter passend zur kWp-Leistung auslegst, zeigt der zugehörige Ratgeber.

Schritt 4: Die Komponenten wählen

Jetzt geht es an die Technik. Drei Bausteine bestimmen Qualität und Ertrag:

  • Module: Leistung, Wirkungsgrad und Bauart bestimmen, wie viel Strom du pro Quadratmeter erntest. Heute üblich sind Module mit rund 450 Watt Modulleistung.
  • Wechselrichter: das Herz der Anlage. Welcher Typ passt, klärt der Ratgeber Welcher Wechselrichter?.
  • Speicher: optional, aber sinnvoll für hohen Eigenverbrauch. Die passende Kapazität ermittelt der Ratgeber Stromspeicher-Größe berechnen.

Wichtig ist, dass die Komponenten zueinander passen. Am einfachsten gelingt das mit einem abgestimmten Set aus unseren PV-Komplettpaketen mit Speicher.

Schritt 5: Kosten und Wirtschaftlichkeit rechnen

Bevor du bestellst, lohnt der Blick auf die Zahlen: Anschaffungskosten, erwartete Ersparnis durch Eigenverbrauch und die Amortisationszeit. Eine vollständige Aufstellung liefert der Ratgeber Was kostet eine Solaranlage?. Ein Vorteil beim Kauf zu Großhandelspreisen: Du sparst gegenüber schlüsselfertigen Komplettangeboten deutlich.

Schritt 6: Angebot oder Komplettpaket auswählen

Nun entscheidest du, ob du Komponenten einzeln zusammenstellst oder ein fertig abgestimmtes Komplettpaket wählst. Für die meisten Eigenheimbesitzer ist das Paket der einfachere Weg: Module, Wechselrichter und Speicher sind aufeinander abgestimmt, und die Auslegung stimmt. Den Anschluss übernimmt ein Elektrofachbetrieb. Möchtest du Technik und Angebot vorab persönlich durchgehen, findest du alle Infos zur Beratung in unserem Showroom in München.

Schritt 7: Installation, Netzanschluss und Anmeldung

Zum Schluss folgt die Umsetzung: Montage durch einen Fachbetrieb, Anschluss durch die Elektrofachkraft und die Anmeldung. Jede Anlage muss im Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber registriert werden – wie das abläuft, erklärt der Ratgeber Photovoltaik anmelden.

Häufige Fragen

Wie plane ich meine PV-Anlage?

In sieben Schritten: Dach prüfen, Verbrauch ermitteln, Anlagengröße festlegen, Komponenten wählen, Kosten rechnen, Angebot/Paket auswählen, installieren und anmelden.

Wie groß sollte meine PV-Anlage sein?

Das hängt von Dachfläche und Jahresverbrauch ab. 1 kWp liefert grob 950–1.100 kWh pro Jahr. Details im Ratgeber zur PV-Anlagengröße.

Was muss ich vor dem Kauf beachten?

Ausrichtung und Verschattung des Dachs, den eigenen Stromverbrauch, mögliche Zukunftsverbraucher (Wärmepumpe, E-Auto) sowie die Abstimmung der Komponenten.

Kann ich eine PV-Anlage selbst planen?

Die Planung und Auswahl kannst du selbst übernehmen, besonders mit einem abgestimmten Komplettpaket. Der elektrische Anschluss gehört in die Hände eines Fachbetriebs.

Fazit

Eine PV-Anlage zu planen ist kein Hexenwerk, wenn du strukturiert vorgehst: vom Dach über Verbrauch, Größe und Komponenten bis zu Kosten und Anmeldung. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf – und für die Details führt dich dieser Fahrplan jeweils zur passenden Anleitung. Am schnellsten kommst du mit einem abgestimmten Set ans Ziel: Die passenden findest du in unseren PV-Komplettpaketen mit Speicher.

Stand: 2026. Ertrags-, Größen- und Kostenangaben sind Richtwerte je nach Standort, Dach und Ausführung. Elektrischer Anschluss und Anmeldung erfolgen durch Fachbetriebe. Keine Fachplanung im Einzelfall.

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