Die Wärmepumpe braucht Strom, die Photovoltaik-Anlage produziert ihn – im Sommer im Überfluss. Kein Wunder, dass die beiden als Traumpaar der Energiewende gelten. Doch damit aus der Kombination wirklich ein günstiges Heizsystem wird, müssen die Größen zueinander passen.
Wir zeigen dir, wie viel deiner Wärmepumpe die Sonne realistisch deckt, wie groß PV-Anlage und Speicher sein sollten und ab wann sich das Komplettset rechnet.
Das Wichtigste zuerst
- Mit PV und einem 10-kWh-Speicher lassen sich realistisch 30–45 % des Wärmepumpenstroms solar decken.
- Faustregel PV-Größe: rund 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresverbrauch – mit Wärmepumpe meist 8–12 kWp.
- Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch um weitere 15–20 Prozentpunkte.
- Unsere PV-Komplettsets mit Speicher starten bei 4.799 € (Hardware, 0 % MwSt.).
Warum Wärmepumpe und PV so gut zusammenpassen
Eine Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Kommt dieser Strom vom eigenen Dach, kostet die Wärme fast nichts mehr. Genau hier liegt der Hebel: Statt teuren Netzstrom (30–40 ct/kWh) zu verheizen, nutzt du selbst erzeugten Solarstrom, der dich nur wenige Cent kostet. Aus der laufenden Belastung Wärmepumpe wird so ein günstiges, weitgehend unabhängiges Heizsystem. Als abgestimmtes All-in-one-Komplettset aus Wärmepumpe und PV gibt es beides aufeinander abgestimmt.
Wie viel Wärmepumpenstrom deckt die PV wirklich?
Ehrlich gerechnet: Die größte Heizlast fällt im Winter an – genau dann, wenn die PV am wenigsten liefert. Ohne Speicher deckt die Anlage deshalb vor allem den Sommerbedarf (Warmwasser) und einen Teil der Übergangszeit. Mit PV und einem 10-kWh-Speicher sind realistisch 30 bis 45 % des Wärmepumpenstroms solar – übers ganze Haus (Haushalt plus Wärmepumpe) sind Eigenversorgungsquoten bis rund 70 % möglich. Wer mit „100 % autark heizen" wirbt, übertreibt.
Wie groß sollte die PV-Anlage sein?
Die Faustregel: pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch rund 1 kWp PV-Leistung. Ein Vier-Personen-Haushalt (ca. 4.000 kWh) plus Wärmepumpe (ca. 3.000–4.500 kWh) landet damit bei etwa 8 bis 12 kWp. Lieber etwas größer als zu klein – Dachfläche kostet wenig, und der zusätzliche Ertrag hilft im Winterhalbjahr. Die passenden Solarmodule und den Wechselrichter stimmen wir auf diese Größe ab. Wie die Dachausrichtung den Ertrag beeinflusst, steht im Ratgeber Photovoltaik-Ausrichtung.
Braucht es einen Speicher?
Für die Kombination mit Wärmepumpe ist ein Speicher besonders sinnvoll, weil die Wärmepumpe auch abends und nachts läuft, wenn die PV nichts liefert. Als Größe gilt 1 bis 1,5 kWh Speicher pro kWp PV – bei 10 kWp also rund 10 bis 15 kWh. Der Speicher hebt den Eigenverbrauch um 15 bis 20 Prozentpunkte. Rein wirtschaftlich ist er 2026 ein Grenzfall; wer Wert auf Unabhängigkeit legt, plant ihn trotzdem ein. Mehr dazu: Was kostet ein Stromspeicher?
Was spart die Kombination?
Der größte Hebel liegt im vermiedenen Netzstrom. In gut ausgelegten Anlagen berichten Haushalte von deutlich vierstelligen Einsparungen pro Jahr, wenn Wärmepumpe, PV und ein Energiemanager zusammenspielen. Der Energiemanager sorgt dafür, dass die Wärmepumpe bevorzugt dann läuft, wenn die Sonne scheint – etwa indem sie mittags den Pufferspeicher oder das Warmwasser vorwärmt.
Für wen lohnt sich das Komplettset?
Am meisten holen energieeffiziente Häuser heraus – Neubauten und sanierte Altbauten mit niedriger Vorlauftemperatur. Dort ist der Wärmepumpenverbrauch gering, und ein großer Teil lässt sich solar decken. In unsanierten Altbauten mit hohem Winterbedarf ist der solare Deckungsanteil kleiner, aber die Kombination bleibt sinnvoll – hier lohnt vorab der Blick in den Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.
Häufige Fragen
Wie viel kWp PV braucht eine Wärmepumpe?
Meist 8–12 kWp für ein Einfamilienhaus – Faustregel rund 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresverbrauch (Haushalt plus Wärmepumpe).
Wie viel Strom der Wärmepumpe kommt vom Dach?
Mit PV und 10-kWh-Speicher realistisch 30–45 %. Der Winterbedarf lässt sich wegen der geringen Sonneneinstrahlung nur teilweise decken.
Lohnt sich ein Speicher für die Wärmepumpe?
Für Unabhängigkeit ja – er hebt den Eigenverbrauch um 15–20 Prozentpunkte. Rein wirtschaftlich ist er 2026 ein Grenzfall, aber bei Wärmepumpen wegen des Abend-/Nachtbetriebs besonders wirkungsvoll.
Was kostet ein PV-Komplettset?
Unsere PV-Komplettpakete mit Speicher starten als Hardware bei 4.799 € (0 % MwSt. für Privatkunden); dazu kommt die Montage durch deinen Elektriker.
Tipp: Wir stimmen PV-Größe, Speicher und Wärmepumpe aufeinander ab, damit die Kombination wirklich spart – fordere eine kostenlose Beratung an, vergleiche unsere PV-Komplettsets oder sieh dir unsere Wärmepumpen an.
Angaben Stand 2026, ohne Gewähr. Deckungsanteile und Einsparungen sind Beispielwerte und hängen von Verbrauch, Anlage und Standort ab; unsere Preise laut jeweiliger Produktseite.






