Kaum ein Thema beschäftigt Haushalte so sehr wie die Strompreisentwicklung. Nach den Rekordjahren haben sich die Preise zwar beruhigt, liegen aber weiter deutlich über dem Niveau von vor der Energiekrise – und mehrere Faktoren sprechen dafür, dass Strom mittelfristig eher teurer als billiger wird.
Dieser Ratgeber ordnet ein, was den Strompreis 2026 treibt, wie sich die Preise voraussichtlich entwickeln – und warum eine eigene Photovoltaikanlage mit Speicher der wirksamste Schutz gegen steigende Kosten ist. Denn wer seinen Strom selbst erzeugt, macht sich von der Preisentwicklung am Markt unabhängig.
Das solltest du wissen
- Preisniveau September 2026: Neukundentarife rund 25 ct/kWh, Bestandskunden rund 31 ct/kWh, Grundversorgung rund 43 ct/kWh.
- Treiber: steigende Netzentgelte, CO₂-Preis und Beschaffungskosten.
- Tendenz: mittelfristig eher steigend – vor allem bei den Netzentgelten.
- Bester Schutz: Eigenverbrauch mit PV + Speicher – selbst erzeugter Strom kostet dich nur einen Bruchteil.
Du planst eine komplette Anlage? Beim Kauf eines unserer PV-Komplettpakete ist die Planung inklusive – mit Kabelwegen und Stringplanung (so läuft die Planung ab). Fragen vorab? Dann kostenlos beraten lassen.
Wie hoch ist der Strompreis 2026?
Der Strompreis für Haushalte setzt sich aus drei großen Blöcken zusammen: Beschaffung & Vertrieb, Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben. Entscheidend für deine Rechnung ist aber vor allem, in welchem Vertrag du steckst: Im September 2026 liegen günstige Neukundentarife bei rund 25 ct/kWh, Bestandsverträge im Mittel bei rund 31 ct/kWh und die Grundversorgung bei rund 43 ct/kWh. Der reine Börsenpreis ist dabei nur ein Teil; gut die Hälfte des Preises sind Netzentgelte, Steuern und Abgaben.
Was du 2026 wirklich zahlst – je nach Vertrag
Die Spanne zwischen den Vertragsarten ist größer als jede Prognose-Diskussion. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch sieht das so aus:
| Vertragsart | Preis je kWh | Kosten pro Jahr | gegenüber Grundversorgung |
|---|---|---|---|
| Neukundentarif | ca. 24,9 ct | ca. 996 € | − 717 € |
| Bestandsvertrag | ca. 31,1 ct | ca. 1.244 € | − 469 € |
| Grundversorgung | ca. 42,8 ct | ca. 1.713 € | – |
Zwischen Grundversorgung und einem günstigen Neukundentarif liegen also rund 700 Euro im Jahr – bei identischem Strom aus derselben Leitung. Wer noch nie gewechselt hat, zahlt diesen Aufschlag Monat für Monat. Das ist die billigste Maßnahme gegen hohe Stromkosten, und sie kostet nichts außer einer halben Stunde Zeit.
Ein Detail, das viele übersehen: Der Unterschied zwischen Neu- und Bestandskunden liegt nicht an bösem Willen, sondern am Einkaufszeitpunkt. Versorger beschaffen Strom auf Termin. Sinkt der Börsenpreis, landet die Entlastung zuerst in den Neukundentarifen – Bestandsverträge tragen noch die alten, teureren Beschaffungskosten.
Die Strompreisentwicklung 2026 im Rückblick
2026 war bisher kein ruhiges Jahr. Der Verlauf zeigt gut, wie schnell sich der Strompreis bewegen kann:
- Januar 2026: Neukundentarife im bundesweiten Schnitt bei rund 22,7 ct/kWh – rund 21 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hauptgründe: gesunkene Netzentgelte und niedrigere Großhandelspreise.
- Februar bis April 2026: Im Zuge des Iran-Konflikts stiegen die Neukundenpreise von 23,15 auf 27,49 ct/kWh – ein Plus von rund 19 Prozent in zwei Monaten.
- Juli 2026: Rückgang auf rund 24,0 ct/kWh, also größtenteils zurück auf das Niveau vor dem Anstieg.
- September 2026: wieder leicht anziehend auf rund 24,9 ct/kWh.
Parallel dazu haben die Grundversorger reagiert: Für Februar bis April 2026 wurden rund 101 Preissenkungen mit im Schnitt etwa 15 Prozent angekündigt. Wer in der Grundversorgung sitzt, hat davon profitiert – zahlt aber immer noch am meisten.
Die eigentliche Lehre daraus: Zwischen einem Konflikt am anderen Ende der Welt und deiner Stromrechnung liegen heute wenige Wochen. Genau das macht den Teil deines Verbrauchs, den du selbst erzeugst, so wertvoll – er hat keinen Börsenpreis.
Was treibt den Strompreis?
- Netzentgelte: Der Ausbau der Stromnetze für die Energiewende kostet Milliarden – diese Kosten landen über die Netzentgelte auf der Rechnung. Sie gelten als wichtigster Preistreiber der kommenden Jahre.
- CO₂-Preis: Der nationale Brennstoffemissionshandel läuft weiter; der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2) wurde auf 2028 verschoben. Das verteuert fossile Energie – und indirekt oft auch Strom.
- Beschaffung: Der Börsenpreis schwankt mit Angebot und Nachfrage; in wind- und sonnenreichen Stunden ist Strom günstig, in Dunkelflauten teuer.
Warum die Preise 2026 gefallen sind: der Netzentgelt-Zuschuss
Der größte einzelne Grund für die Entlastung zum Jahresbeginn 2026 ist politisch gesetzt. Der Bund zahlt einen Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds an die vier Übertragungsnetzbetreiber. Dadurch sinkt das bundeseinheitliche Übertragungsnetzentgelt von rund 6,65 auf etwa 2,86 ct/kWh – ein Minus von rund 57 Prozent.
Bei Haushalten kommt davon nicht der volle Betrag an, weil auf der Rechnung Übertragungs- und Verteilnetzentgelte zusammenfließen. Erste Schätzungen gingen von einer Entlastung zwischen rund 1,3 und 2,4 ct/kWh aus, je nach Netzgebiet. Bei 4.000 kWh sind das grob 50 bis 95 Euro im Jahr.
Der Haken: Der Zuschuss ist bislang nur für ein Jahr eingeplant. Wird er nicht verlängert, fällt dieser Rabatt wieder weg – und zwar bei allen gleichzeitig. Das ist kein Marktrisiko, das du durch einen Tarifwechsel abfedern kannst.
Wie entwickeln sich die Preise weiter?
Eine seriöse Punktprognose ist unmöglich – zu viele Faktoren spielen hinein. Als Tendenz zeichnet sich aber ab: Kurzfristig bleiben die Preise volatil, mittel- bis langfristig ist wegen steigender Netzentgelte und CO₂-Kosten eher mit weiter hohen bis steigenden Strompreisen zu rechnen. Verlassen sollte man sich darauf nicht – sicher ist nur: Wer viel Netzstrom kauft, bleibt vom Markt abhängig.
Der wichtigste Termin: was 2027 passiert
Wer heute über eine PV-Anlage nachdenkt, schaut sinnvollerweise nicht auf 2026, sondern auf das, was danach kommt. Drei Punkte sind bereits absehbar:
- Der Netzentgelt-Zuschuss läuft aus. Er gilt zunächst für 2026. Ohne Verlängerung springen die Übertragungsnetzentgelte zurück nach oben – der Effekt von 1,3 bis 2,4 ct/kWh drehte sich dann um.
- Der europäische ETS 2 kommt später. Der Start des EU-Emissionshandels für Gebäude und Verkehr wurde von 2027 auf 2028 verschoben. Für Verbraucher in Deutschland bedeutet das aber keine Pause: Der nationale Brennstoffemissionshandel gilt 2027 weiter. Das Bundeskabinett hat im August 2026 beschlossen, den Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂ um ein weiteres Jahr zu verlängern.
- Der Netzausbau geht weiter. Neue Wallboxen, Wärmepumpen, Batteriespeicher und Rechenzentren brauchen Anschlüsse und Netzverstärkungen. Diese Investitionen wirken über die Netzentgelte – mit einer Verzögerung von Jahren, aber verlässlich.
Bemerkenswert daran ist die Verteilung der Risiken: Die Beschaffung kann in beide Richtungen laufen, und 2026 hat gezeigt, dass sie das auch tut. Die staatlich gesetzten Bestandteile – Netzentgelte, Abgaben, CO₂-Preis – kennen dagegen fast nur eine Richtung. Genau diese Bestandteile entfällst du bei jeder Kilowattstunde, die du selbst erzeugst und selbst verbrauchst.
Was Strompreis-Prognosen taugen – und was nicht
2026 ist ein gutes Lehrstück für den Umgang mit Prognosen. Wer im Januar eine Jahreszahl genannt hätte, läge heute daneben: Zwischen dem Tiefstand im Januar (22,7 ct) und dem Höchststand im April (27,49 ct) liegen rund 4,8 Cent – fast ein Fünftel. Auslöser war kein Energiemarkt-Mechanismus, sondern Geopolitik.
Deshalb ist die richtige Frage nicht „wie hoch wird der Strompreis?“, sondern „wie stark bin ich überhaupt betroffen, wenn er sich bewegt?“ Wer 4.000 kWh im Jahr zukauft, verliert bei einem Cent mehr 40 Euro. Wer davon 3.000 kWh selbst erzeugt, verliert 10 Euro. Die Prognose muss also gar nicht stimmen, damit die Rechnung aufgeht – sie muss nur unsicher bleiben. Und das ist sie zuverlässig.
Tipp
Du bist unsicher, welche Komponenten zu deiner Anlage passen? Unsere Fachberater beraten dich kostenlos – Beratung anfragen oder telefonisch unter 089 248813740.
Rechne mit deiner Zahl, nicht mit dem Durchschnitt
Alle Werte in diesem Ratgeber sind Marktdurchschnitte. Für deine eigene Entscheidung zählt aber nur ein Wert: dein effektiver Arbeitspreis. Den rechnest du aus deiner letzten Jahresabrechnung aus, und zwar so:
Jahreskosten (inklusive Grundpreis) ÷ verbrauchte Kilowattstunden = dein echter Preis je kWh.
Warum der Grundpreis hineingehört: Ein Tarif mit niedrigem Arbeitspreis und hohem Grundpreis sieht im Vergleichsrechner günstig aus, ist es bei kleinem Verbrauch aber nicht. Und wer den Grundpreis weglässt, unterschätzt systematisch, was jede selbst erzeugte Kilowattstunde wert ist.
Zwei weitere Punkte, an denen Ersparnisrechnungen üblicherweise kippen: Ein Neukundenbonus wirkt nur im ersten Jahr – rechne deshalb auch die Kosten ohne Bonus. Und der Verbrauch ändert sich, sobald eine Wärmepumpe oder ein E-Auto dazukommt; dann ist der Wert von gestern die falsche Grundlage für die Auslegung von morgen.
Wo du wohnst, entscheidet mit
Der Strompreis ist keine bundesweit einheitliche Größe. Im September 2026 lagen die günstigsten Neukundentarife in Mecklenburg-Vorpommern bei rund 22,45 ct/kWh, in Hamburg dagegen bei rund 26,36 ct/kWh. Das sind knapp 4 Cent Unterschied – rund 156 Euro im Jahr bei 4.000 kWh, nur wegen der Postleitzahl.
Der Grund sind die Netzentgelte: Sie unterscheiden sich je nach Netzgebiet, Bevölkerungsdichte und Netzstruktur. In dünn besiedelten Regionen verteilen sich die Netzkosten auf weniger Abnehmer, in Regionen mit starkem Wind- und Solarausbau schlagen die Ausbaukosten durch. Seit 2026 werden genau diese Mehrkosten stärker bundesweit verteilt, wovon besonders Netzgebiete im Norden und Osten profitieren.
Der wirksamste Schutz: eigenen Strom erzeugen
Gegen steigende Preise hilft am besten, gar nicht erst so viel Strom zukaufen zu müssen. Mit einer Photovoltaikanlage produzierst du deinen Strom selbst – zu Erzeugungskosten, die deutlich unter dem Netzpreis liegen. Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch von rund 30 % auf 60–80 %, sodass du auch abends deinen günstigen Sonnenstrom nutzt und deinen Autarkiegrad steigerst. Ob und wann sich das rechnet, zeigt Lohnt sich Photovoltaik?; die reine Speicher-Rechnung liefert Lohnt sich ein Stromspeicher?
Rechenbeispiel
Angenommen, du deckst mit PV und Speicher 70 % deines Verbrauchs von 4.500 kWh selbst. Bei einem Netzpreis von 31 ct/kWh sparst du dir rund 3.150 kWh × 0,31 € ≈ 980 € pro Jahr an Stromkosten – Tendenz steigend, wenn die Preise klettern. Genau dieser Effekt macht die Anlage mit jedem Preisanstieg wertvoller. Was du nicht selbst nutzt, bringt zusätzlich die Vergütung für eingespeisten Strom. Was ein Komplettsystem kostet, liest du unter Was kostet eine Solaranlage?
Was der Eigenstrom je nach Preisstufe bringt
Weil die Ersparnis direkt am Netzpreis hängt, lohnt der Blick auf alle drei Vertragsstufen – gerechnet mit denselben 3.150 selbst verbrauchten Kilowattstunden:
| Dein Netzpreis | ersparte Stromkosten pro Jahr | in 20 Jahren (ohne Preissteigerung) |
|---|---|---|
| 24,9 ct (Neukundentarif) | ca. 784 € | ca. 15.700 € |
| 31,1 ct (Bestandsvertrag) | ca. 980 € | ca. 19.600 € |
| 42,8 ct (Grundversorgung) | ca. 1.349 € | ca. 27.000 € |
Die Zwanzig-Jahres-Spalte ist bewusst konservativ gerechnet: ohne jede Preissteigerung. Steigt der Strompreis im Schnitt nur um zwei Prozent pro Jahr, liegt die Summe rund ein Fünftel höher. Dem gegenüber stehen Erzeugungskosten von etwa 8 bis 12 ct je Kilowattstunde aus der eigenen Anlage – ein Wert, der über die Laufzeit praktisch feststeht, weil er bei der Anschaffung entschieden wird und nicht am Markt.
Noch mehr herausholen: dynamische Tarife
Wer flexibel ist, kann zusätzlich von günstigen Börsenstunden profitieren – etwa mit einem dynamischen Stromtarif mit Speicher. In Kombination mit PV, Speicher und Energiemanagement lässt sich der Reststrombezug weiter verbilligen.
Was du jetzt konkret tun kannst
- Prüfe, in welchem Vertrag du steckst. Grundversorgung, Bestandsvertrag oder Neukundentarif macht bis zu 700 Euro im Jahr aus. Die Vertragsart steht auf deiner letzten Jahresabrechnung.
- Achte auf die Preisgarantie, nicht nur auf den Bonus. Ein Bonus wirkt einmal, eine Preisgarantie über die gesamte Laufzeit.
- Kenne deinen echten Jahresverbrauch. Ohne diese Zahl ist jede Ersparnisrechnung Kaffeesatz – auch die Auslegung einer PV-Anlage.
- Hebe den Eigenverbrauch. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ist mehr wert als jede eingespeiste, weil sie den vollen Netzpreis ersetzt.
- Denk den Speicher mit. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch typischerweise bei rund 30 %, mit Speicher bei 60 bis 80 %.
Beispiele aus unserem Sortiment
Fertig abgestimmte PV-Komplettpakete mit Speicher gibt es bei uns ab 4.799 € (0 % MwSt. für Privatkunden). Wer klein anfangen möchte, senkt schon mit einem Balkonkraftwerk die Stromrechnung. Je höher der Strompreis steigt, desto schneller amortisiert sich dein Eigenstrom.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Strompreis 2026?
Das hängt vor allem am Vertrag: Im September 2026 liegen günstige Neukundentarife bei rund 25 ct/kWh, Bestandsverträge im Mittel bei rund 31 ct/kWh und die Grundversorgung bei rund 43 ct/kWh.
Steigen die Strompreise weiter?
Eine sichere Prognose gibt es nicht. Wegen steigender Netzentgelte und CO₂-Kosten ist mittelfristig aber eher mit hohen bis steigenden Preisen zu rechnen.
Wie kann ich mich vor steigenden Strompreisen schützen?
Am wirksamsten mit einer eigenen PV-Anlage und Speicher: Selbst erzeugter Strom kostet nur einen Bruchteil des Netzpreises.
Warum wird die PV-Anlage bei steigenden Preisen wertvoller?
Weil jede selbst genutzte Kilowattstunde teuren Netzstrom ersetzt – der Spareffekt wächst mit dem Preis.
Warum zahlen Bestandskunden mehr als Neukunden?
Weil Versorger Strom auf Termin einkaufen. Bestandsverträge basieren auf älteren, teureren Beschaffungen; sinkende Börsenpreise landen zuerst in den Neukundentarifen.
Warum sind die Strompreise Anfang 2026 gesunken?
Vor allem wegen des Bundeszuschusses von 6,5 Milliarden Euro zu den Übertragungsnetzentgelten. Sie sinken dadurch von rund 6,65 auf etwa 2,86 ct/kWh; für Haushalte wurde eine Entlastung von rund 1,3 bis 2,4 ct/kWh erwartet.
Was passiert mit dem Strompreis 2027?
Der Netzentgelt-Zuschuss ist zunächst nur für 2026 eingeplant. Läuft er aus, fällt die Entlastung weg. Der europäische ETS 2 startet erst 2028, der nationale CO₂-Preis gilt 2027 mit einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne weiter.
Kommt der CO₂-Preis ETS 2 schon 2027?
Nein. Der Start des EU-Emissionshandels für Gebäude und Verkehr wurde auf 2028 verschoben. In Deutschland gilt 2027 weiter der nationale Brennstoffemissionshandel.
Warum ist Strom je nach Wohnort unterschiedlich teuer?
Wegen der Netzentgelte. Sie hängen vom Netzgebiet ab. Im September 2026 lagen die günstigsten Tarife in Mecklenburg-Vorpommern bei rund 22,45 ct/kWh, in Hamburg bei rund 26,36 ct/kWh.
Lohnt sich ein Anbieterwechsel überhaupt noch?
Zwischen Grundversorgung und günstigem Neukundentarif liegen bei 4.000 kWh rund 700 Euro im Jahr. Das ist die schnellste Ersparnis überhaupt – sie ersetzt aber keine eigene Erzeugung, weil sie nur einmal wirkt.
Wie berechne ich meinen eigenen Strompreis pro kWh?
Teile die Jahreskosten inklusive Grundpreis durch die verbrauchten Kilowattstunden. Nur dieser Wert sagt dir, was eine selbst erzeugte Kilowattstunde bei dir wirklich einspart.
Wie stark schwankte der Strompreis 2026?
Zwischen Januar (rund 22,7 ct/kWh) und April (rund 27,49 ct/kWh) lagen fast 4,8 Cent, also knapp ein Fünftel. Auslöser war der Iran-Konflikt, nicht der deutsche Energiemarkt.
Ist ein Stromvertrag mit Preisgarantie sinnvoll?
Er schaltet das Beschaffungsrisiko für die Laufzeit ab, nicht aber Netzentgelte und Abgaben. Die decken Preisgarantien oft nicht ab – lies deshalb genau, worauf sich die Garantie bezieht.
Fazit
Die Strompreise bleiben ein Unsicherheitsfaktor – mit klarer Tendenz nach oben bei Netzentgelten und CO₂-Kosten. Wer sich unabhängiger machen will, fährt mit einer PV-Anlage samt Speicher am besten: Der selbst erzeugte Strom ist günstig und planbar, und mit jedem Preisanstieg steigt die Ersparnis. Das zahlt sich besonders bei großen Verbrauchern aus – etwa mit dem passenden Wärmepumpen-Stromtarif oder beim Laden an der Wallbox.
Stand: September 2026. Preisangaben sind Richtwerte und keine Prognosegarantie; maßgeblich sind BNetzA-, Anbieter- und Marktdaten. Dies ist keine Anlage- oder Energieberatung.



