Ratgeber · E-Auto

E-Auto laden: Kosten pro kWh & 100 km im Vergleich (2026)

Von Deine Solarwelt Aktualisiert am 4. September 2026 6 Min. Lesezeit
E-Auto laden: Kosten pro kWh & 100 km im Vergleich (2026)

Ein E-Auto ist im Unterhalt fast immer günstiger als ein Verbrenner – aber nur, wenn man beim Laden die richtige Quelle wählt. Zwischen der eigenen Wallbox, einem dynamischen Tarif, Solarstrom vom eigenen Dach und dem DC-Schnelllader an der Autobahn liegen leicht 10 Euro und mehr pro 100 Kilometer.

Dieser Ratgeber zeigt dir mit klaren Zahlen, was eine Ladung 2026 tatsächlich kostet – zuhause, dynamisch, mit PV und öffentlich – und wie du deine Ladekosten am wirksamsten senkst.

In 30 Sekunden

  • Zuhause laden kostet mit Haushaltsstrom rund 0,37 €/kWh, an einer Wallbox mit günstigem Tarif eher 0,28–0,35 €/kWh.
  • Mit eigenem Solarstrom sinkt der Preis auf ca. 8–12 ct/kWh – der größte Hebel überhaupt.
  • Öffentlich ist teurer: AC ca. 35–55 ct, DC-Schnellladen ca. 49–79 ct/kWh.
  • Pro 100 km bedeutet das grob 7 € (Haushaltsstrom) gegenüber unter 2 € (PV) und bis über 12 € (DC).
  • Eine Wallbox mit 11 kW lädt schneller, sicherer und günstiger als die Haushaltssteckdose – bei uns ab 299 €.

Was kostet eine Ladung zuhause?

Die Rechnung ist simpel: geladene Kilowattstunden × Strompreis. Ein typisches E-Auto verbraucht rund 18–20 kWh je 100 km. Bei Haushaltsstrom (ca. 0,37 €/kWh) kostet eine volle Ladung eines 60-kWh-Akkus also rund 22 €, mit einem günstigeren Autostrom- oder Wallbox-Tarif (ca. 0,30 €/kWh) eher 18 €.

Aufs Jahr gerechnet sind das bei 12.000–15.000 km rund 2.200–2.700 kWh zusätzlich – ein Posten, der den Haushaltsstrom eines Vier-Personen-Haushalts locker um die Hälfte erhöht. Wo dein Gesamtverbrauch damit landet, zeigen die Richtwerte im Ratgeber Stromverbrauch pro Person.

Wer Solarstrom vom eigenen Dach nutzt, zahlt für dieselbe Ladung nur einen Bruchteil – dazu gleich mehr.

Kosten pro 100 km im Vergleich

So schlagen die verschiedenen Ladequellen bei rund 18–19 kWh/100 km zu Buche:

Ladequelle Preis pro kWh Kosten pro 100 km
PV-Überschuss (eigenes Dach) ca. 8–12 ct ca. 1,50–2,30 €
Dynamischer Stromtarif ca. 25 ct ca. 4,50 €
Wallbox-/Autostromtarif ca. 28–35 ct ca. 5,30–6,60 €
Haushaltsstrom ca. 37 ct ca. 7,00 €
Öffentlich AC ca. 35–55 ct ca. 6,60–10,40 €
Öffentlich DC (Schnellladen) ca. 49–79 ct ca. 9,30–15,00 €

Der Unterschied ist gewaltig: Wer überwiegend mit eigenem Solarstrom lädt, fährt für weniger als ein Drittel der Kosten von reinem Haushaltsstrom – und für rund ein Zehntel des DC-Schnellladens.

Mit PV-Strom laden: der größte Hebel

Selbst erzeugter Solarstrom kostet dich effektiv nur rund 8–12 ct/kWh – deutlich weniger, als du für die Einspeisung vergütet bekämst. Genau deshalb ist das E-Auto der ideale Partner für eine PV-Anlage: Tagsüber, wenn die Sonne scheint, wandert der Überschuss direkt in den Akku, statt für wenige Cent ins Netz zu fließen.

Am meisten holst du heraus, wenn die Wallbox gezielt den Solarüberschuss nutzt und nur dann lädt, wenn mehr Strom erzeugt als verbraucht wird. Wie das funktioniert, erklärt der Ratgeber PV-Überschussladen. Wie du deinen Eigenverbrauch generell steigerst, steht unter Autarkiegrad erhöhen – die konkreten Stellschrauben im Haushalt sammelt Eigenverbrauch der Photovoltaik erhöhen.

Wallbox: Kosten und warum sie sich lohnt

An der normalen Schuko-Steckdose zu laden ist langsam und auf Dauer nicht für Dauerlast ausgelegt. Eine fest installierte Wallbox mit 11 kW lädt ein Vielfaches schneller, sicherer und mit weniger Verlusten. Die Geräte selbst kosten je nach Ausstattung meist zwischen 400 und 1.500 €, dazu kommt die Installation durch einen Elektrofachbetrieb.

Bei uns bekommst du solide 11-kW-Wallboxen bereits ab 299 € – etwa die ABL eMH1. Ein wichtiger Hinweis zur Steuer: Der 0 %-Mehrwertsteuersatz gilt nur für Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicher, nicht für Wallboxen – hier fallen regulär 19 % MwSt. an. Alle Modelle findest du in unserer Kategorie Wallboxen.

Kommen mehrere große Verbraucher zusammen – zwei Ladepunkte, Wärmepumpe, Durchlauferhitzer –, wird die Steuerung der Ladeleistung zum Thema. Wie statisches und dynamisches Wallbox-Lastmanagement funktioniert und was § 14a EnWG dabei vorgibt, steht im eigenen Ratgeber.

Öffentlich laden: wann es teuer wird

Unterwegs führt am öffentlichen Laden kein Weg vorbei – aber es ist die teuerste Variante. AC-Ladesäulen verlangen meist 35–55 ct/kWh, DC-Schnelllader 49–79 ct/kWh, teils mit zusätzlicher Blockiergebühr. Damit kann öffentliches Laden schnell 50 bis 150 Prozent teurer sein als zuhause. Die Faustregel: Zuhause laden, wo es geht – unterwegs nur nachladen.

So senkst du deine Ladekosten

  • Eigene Wallbox installieren und den Großteil zuhause laden statt öffentlich.
  • Solarstrom nutzen: mit PV-Überschussladen auf 8–12 ct/kWh kommen.
  • Günstig tarifieren: ein spezieller Autostrom- oder dynamischer Stromtarif senkt den Netzpreis spürbar – in günstigen Börsenstunden sind rund 25 ct/kWh realistisch.
  • Nachts / mittags laden: in Schwachlastzeiten ist der Strom bei dynamischen Tarifen am billigsten.

Checkliste: günstig E-Auto laden

  • Verbrauch des Autos kennen (kWh/100 km) und Akkukapazität.
  • Wallbox mit 11 kW vorhanden oder eingeplant?
  • PV-Anlage vorhanden? Dann auf Überschussladen setzen.
  • Passenden Stromtarif fürs Laden geprüft?
  • Öffentliches Laden aufs Nötigste beschränken.

Häufige Fragen

Was kostet es, ein E-Auto zuhause zu laden?

Mit Haushaltsstrom rund 0,37 €/kWh, an der Wallbox mit günstigem Tarif etwa 0,28–0,35 €/kWh. Eine volle Ladung eines 60-kWh-Akkus kostet so grob 17–22 €.

Wie viel kostet Laden mit eigener PV-Anlage?

Eigener Solarstrom kostet effektiv nur rund 8–12 ct/kWh. Damit fällt eine Ladung auf einen Bruchteil der Netzstromkosten.

Was kostet öffentliches Laden?

AC-Ladesäulen verlangen meist 35–55 ct/kWh, DC-Schnelllader 49–79 ct/kWh – oft deutlich teurer als zuhause.

Was kostet eine Wallbox?

Das Gerät kostet meist 400–1.500 €, dazu die Installation. Einfache 11-kW-Wallboxen gibt es bei uns ab 299 €. Anders als PV und Speicher unterliegen Wallboxen 19 % Mehrwertsteuer.

Wie viel kostet Laden pro 100 km?

Je nach Quelle grob 1,50–2,30 € mit PV, rund 7 € mit Haushaltsstrom und bis über 12 € am DC-Schnelllader.

Lohnt sich eine Wallbox?

Ja – sie lädt schneller und sicherer als die Steckdose und amortisiert sich bei regelmäßiger Nutzung meist in wenigen Jahren, vor allem in Kombination mit PV.

Fazit

Wo du lädst, entscheidet über die Kosten: Mit eigenem Solarstrom und einer Wallbox fährst du für einen Bruchteil dessen, was Haushaltsstrom oder öffentliches Schnellladen kosten. Die Kombination aus PV-Anlage, Speicher und Wallbox ist deshalb das günstigste Gespann. Passende Wallboxen findest du unter Wallboxen (ab 299 €), komplette Solaranlagen unter PV-Komplettpaketen mit Speicher.

Stand: September 2026. Preisangaben sind Marktrichtwerte und schwanken je nach Tarif, Anbieter und Region. Ohne Gewähr.

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